Ablässe für den Besuch der Heiligtümer der Stadt Rom

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Ablässe für den Besuch einiger Heiligtümer der Stadt Rom[1]


Wallfahrt nach Rom

Den Gläubigen, die zu den Hauptheiligtümern der Stadt Rom pilgern, wird ein vollkommener Ablaß gewährt. Sie können ihn gewinnen an dem Tage, an dem sie wieder abreisen von Rom, vorausgesetzt, daß sie gebeichtet, die heilige Kommunion empfangen und ein Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters verrichtet haben.[2]

Besuch der vatikanischen Basilika sowie des Grabes und der Statue des Heiligen Apostels Petrus in dieser Basilika

  • Den Gläubigen, die nach Ablegung der Beichte und Empfang der heiligen Kommunion in frommer Gesinnung die Vatikanische Basilika besuchen und bei jedem Besuch dort andächtig sechs Vaterunser, Gegrüßetsein du,Maria und Ehre sei dem Vater nach der Meinung des Heiligen Vaters beten, wird ein vollkommener Ablaß gewährt, so oft sie es tun.
  • Den Gläubigen, die in der Vatkanischen Basilika vor dem Grabe des heiligen Apostels Petrus drei Vaterunser, Gegrüßet seist du, Maria und Ehre sei dem Vater beten, um Gott Dank zu sagen für die Vorrechte, die Er dem heiligen Apostel verliehen, wird ein Ablaß von sieben Jahren gewährt.
  • Wenn sie in Ehrerbietung den Fuß der Bronzestatue des heiligen Apostels Petrus in der genannten Basilika küssen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten, wird ihnen ein Ablaß von 500 Tagen verliehen.[3]

Besuch der 'sieben Altäre' in der vatikanischen Basilika

Den Gläubigen, die in der Vatikanischen Basilika die folgenden sieben Altäre besuchen:

  1. der seligen Jungrau Maria in der Gregorianischen Kapelle
  2. der hll. Prozessus und Martinianus,
  3. des hl. Erzengels Michael,
  4. der hl. Jungfrau Petronilla,
  5. der seligen Jungfrau Maria von der Säule,
  6. der hll. Apostel Simon und Judas,
  7. des hl. Gregor des Großen, werden folgende Ablilsse gewährt:
  • Ein Ablaß von 7 Jahren für den Besuch eines jeden einzelnen Altars, wenn sie dabei ein beliebiges Gebet zum Titelheiligen des Altars verrichten.
  • Ein vollkommener Ablaß am Feste des Titelheiligen, wenn sie, wie eben angegeben, den Altar besuchen, beichten, zum Tisch des Herrn gehen und ein Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters verrichten.
  • Ein vollkommener Ablaß, wenn sie im Laufe eines Tages in der angegebenen Weise alle sieben Altäre besuchen, beichten, die heilige Kommunion empfangen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten. Der Tag ist zu rechnen, wie in can. 923 des Kirchlichen Gesetzbuches angegeben ist.[4]

Besuch der Lateranbasilika

Den Gläubigen, die nach Ablegung der Beichte und Empfang der heiligen Kommunion andächtig die Lateranbasilika besuchen und bei jedem Besuch dort sechs Vaterunser, Gegrüßet seist du, Maria und Ehre sei dem Vater nach der Meinung des Heiligen Vaters beten, wird ein vollkommener Ablaß gewährt, sooft sie es tun.[5]

Besuch der Heiligen Krippe unseres Herrn Jesu Christi in der BAsilika s. Maria maggiore

Gebet

Ich bete Dich an, menschgewordenes Wort. Du bist von Ewigkeit her der wahre Sohn Gottes; in der Fülle der Zeiten wurdest Du der wirkliche Sohn der Jungfrau Maria. Ich bete Deine göttliche Person an und die menschliche Natur, die mit ihr vereinigt wurde.

Auch die armselige Krippe möchte ich verehren, die Dich als Kind aufnehmen durfte. Sie war in Wahrheit der erste Thron Deiner Liebe. Könnte ich vor ihr niederknien mit der Einfalt der Hirten, dem Glauben des heiligen Joseph und der Liebe Mariens! Könnte ich dieses kostbare Denkmal unserer Erlösung verehren in dem Geiste der Abtötung, Armut und Demut, in dem Du, der Herr des Himmels und der Erde, eine Krippe erwähltest, Deine schwachen Glieder aufzunehmen!

Du wolltest schon als Kind in dieser Krippe ruhen. Senke, Herr, auch in mein Herz einen Funken der Freude, die Dein Anblick als liebenswürdiges Kindlein und die Wunder, die bei Deiner Geburt geschahen, hervorrufen mußten!

Um Deiner Geburt willen bitte ich Dich schließlich: Schenke der ganzen Welt den guten Willen und den Frieden und bringe im Namen der ganzen Menschheit Deinem ewigen Vater allen Dank und alle Ehre dar! Mit ihm und dem Heiligen Geiste lebst und herrschest Du, ein Gott in alle Ewigkeit. Amen[6]

Besuch der Heiligen Stiege

Den Gläubigen, die andächlig auf den Knien in Rom die Heilige Stiege hinaufgehen und dabei das Leiden unseres Herrn Jesus Christus betrachten, wird für jede Stufe ein Ablaß von neun Jahren gewährt, auch wenn sie mittendrin abbrechen: ein vollkommener Ablaß, sooft sie die ganze Stiege hinauf gehen, Verzeihung ihrer Sünden erlangen, zum Tisch des Herrn gehen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten.

Den Ablaß von neun Jahren können die Gläubigen auch gewinnen, wenn sie in der Zeit von Allerheiligen bis zum Schluß der Allerseelenoktav, vom Weihnachtstag bis Epiphanie einschließlich und während der ganzen Fastenzeit eine der beiden Stiegen rechts und links von der Heiligen Stiege kniend hinaufgehen.[7]

Nachtrag im offiziellen Ablaßbuch

Herr, lehre uns beten! Allen Christgläubigen, die diese Anrufung in frommer Gesinnung sprechen, wird ein Ablaß von 300 Tagen gewährt, wenn sie es reumütigen Herzens tun, ein vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen einmal im Monat, wenn sie es den ganzen Mönat hindurch jeden Tag andächtig tun.[8]


Verweise


Einzelnachweise

  1. deutsch nach dem Kirchenamtlichen Ablaßbuch, Ausgabe 1952
  2. Pönitentiar 4. April 1932
  3. Päpstl. Breve vom 15. Mai 1857; Pönitentiarie l8. März 1932 und 12. Januar 1935
  4. d. h. ab der Mittagsstunde des vorhergehenden Tages bis Mitternacht des betreffenden Tages selbst. Pönitentiar 2. Oktober 1935
  5. Päpstl. Breve vorn 9. November 1939
  6. 500 Tage Ablaß. Päpstl. Breve vom l. Oktober 1861. Pönitentiarie. 21. Februar 1933
  7. Ablaßkongr. 2. September 1817 und 23. Juli 1898. Pius X.‚ eigenhändiges Reskript vom 26. Februar 1908; Pönitentiarie. 6. Februar 1925.
  8. Pönitentiarie 30. April 1952; A. A. S. 44, 389