Ach Gott, warum verstößt du nun

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  • Versmaß |: 8 - 7 :| 8 - 8 - 7

Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.
39 Aber nun verstößest du

und verwirfst und zürnest mit deinem Gesalbten.
40 Du zerstörst den Bund deines Knechtes
und trittst sein Krone zu Boden.

20. Ach Gott, warum verstößt du nun

und verwirfst die Gemeine,
ach, Herr Gott, wie sehr zürnest du
mit den Gesalbten deine,
daß du den Bund dein's Knechts verstörst
und all sein Herrlichkeit verheerst,
trittst seine Kron' zu Boden.

41 Du zerreißest alle seine Mauern

und lässest seine Festen zerbrechen.
42 Es berauben ihn alle, die vorübergehen;
er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden.

21. Die Mauern reißt du ein zu Grund,

läßt die Festung zerstören,
Es finden sich zu aller Stund
Räuber, die ihn verheeren,
Wir sind in unser großen Not
Zum Beispiel und zum Hohn und Spott
All unsern Nachbarn worden.

43 Du erhöhest die Rechte seiner Widersacher

und erfreuest alle seine Feinde.
44 Auch hast du die Kraft seines Schwertes weggenommen
und lässest ihn nicht siegen im Streit.
45 Du zerstörst seine Reinigkeit
und wirfst seinen Stuhl zu Boden.

22. Die Widersacher sind erhöht,

den Feinden machst du Freude,
die Kraft auch unser'm Schwert entgeht,
kein Glück ist mehr im Streite.
Der Feind zerstöret Kirch' und Schul',
du stößt zu Boden Davids Stuhl,
es geht alles zugrunde.

46 Du verkürzest die Zeit seiner Jugend

und bedeckest ihn mit Hohn.
47 HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen
und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?

23. Unsre Jugend verkürzet sich,

du deckest uns mit Hohne!
Ach Herr, wie lang verbirgst du dich,
willt du denn gar nicht schonen?
Willt du fortfahr'n in solchem Grimm,
und deinen Zonen immerhin
wie Feuer brennen lassen?

48 Gedenke, wie kurz mein Leben ist.

Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?
49 Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe?,
der seine Seele errette aus des Todes Hand? (Sela.)

24. G'denk, wie kurz unser Tage sind,

der Tod nimmt sie bald abe,
warum willt du all' Menschenkind
umsonst geschaffen haben?
Wer lebt doch, der nicht seh den Tod,
Wer kann sein Seel' aus Hellen Not
Durch eigne Hand erretten?

50 HERR, wo ist deine vorige Gnade,

die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?
51 Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte,
die ich trage in meinem Schoß
von so vielen Völkern allen,

25. Herr, wo ist deine vorig' Gnad',

die du David geschworen?
Was du in Wahrheit zugesagt,
wird ja nicht sein verloren!
Gedenke deiner Knechte Schmach,
die ich in meinem Schoße trag'
von so viel Völkern allen.

52 mit der, HERR, deine Feinde schmähen,

mit der sie schmähen die Fußtapfen deines Gesalbten.
53 Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen, amen.

26. Die Schmach der Feinde will ja dich,

Gott, selbst auch mit angehen.
Dieweil sie so gar trotziglich
deinen Gesalbten schmähen.
Schaff, daß wied'rum gesaget werd:
Gelobet sei Gott, unser Herr,
Ewiglich, Amen, Amen.


Verweise


Einzelnachweise