Ach Herr, es ist der Heiden Heer

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  • Versmaß: |: 8 - 7 :| 8 - 8 - 7


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein Psalm Asaphs.
Gott, es sind Heiden in dein Erbe gefallen;
die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt
und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.
1 Ach Herr, es ist der Heiden Heer,

gefallen in dein Erbe,
sie haben es verwüstet sehr,
deinen Tempel verderbet.
es muß entheiligt öde steh’n,
die heilig’ Stadt Jerusalem
zum Steinhaufen ist worden.

2 Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln zu fressen gegeben
und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.

3 Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser;
und war niemand, der begrub.

2 Den Vögeln geben sie zur Speis’

die Leichnam’ deiner Knechte,
die Tier im Land’ fressen das Fleisch
der Heil’gen und Gerechten,
sie haben Blut vergossen sehr
wie Wasser um Jerus’lem her,
niemand war, der begrube.

4 Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach geworden,
ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.

5 HERR, wie lange willst du so gar zürnen
und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?

3 Ein Schmach wir unsern Nachbarn sein

und stehen nur zum Hohne,
Es spotten unser ingemein
all’, die um uns her wohnen,
Wie lang willt du denn zürnen, Herr,
und über uns den Eifer schwer
wie Feuer brennen lassen?

6 Schütte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen,
und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.

7 Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Häuser verwüstet.

4 Schütt auf die Heiden deinen Grimm.
die dich, Herr Gott, nicht kennen
und auf die Königreich herum,
die deinen Namen schänden!
Sie haben dein Volk fast verzehrt
und unser Land umher verheert,
die Häuser sind verwüstet.

8 Gedenke nicht unsrer vorigen Missetaten; erbarme dich unser bald,
denn wir sind sehr dünn geworden.

9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen;

5 Gedenk nicht unsrer Missetat,
auch nicht der Väter Sünde,
erbarm dich unser bald in Gnad,
wir sind worden fast dünne!
Herr, unser Helfer, treuer Gott,
hilf uns aus dieser großen Not
um deines Namens Ehre.

errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen!

10 Warum lässest du die Heiden sagen: "Wo ist nun ihr Gott?"

6 Errette uns, vergib die Sünd’
um deines Namens Willen,
warum läßt du dies heidnisch G’sind
seinen Mutwill’n erfüllen?
Ach Gott, wie weh tut uns der Spott,
daß man schreit: Wo ist nu ihr Gott,
der ihnen hilft aus Nöten?

Laß unter den Heiden vor unsern Augen kund werden
die Rache des Blutes deiner Knechte, das vergossen ist.

11 Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen;
nach deinem großen Arm erhalte die Kinder des Todes

7 Laß sie für unsern Augen sein
ein Beispiel kündlich große,
räch’ schreit das Blut der Knechte dein,
Welches sie han vergossen,
Der G’fangnen Seufzen dich erbarm
Und hilf durch deinen starken Arm,
Sonst sind wir all des Todes.

12 und vergilt unsern Nachbarn siebenfältig in ihren Busen ihr Schmähen, damit sie dich, HERR, geschmäht haben.

13 Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide,
werden dir danken ewiglich und verkündigen deinen Ruhm für und für.

8 In ihrem Bösem siebenfalt

Den Nachbarn werd vergolten,
Die mit Schmach und Hohn mannigfalt
Dich, Herr, haben gescholten,
Des danken dir in Ewigkeit
Wir, dein Volk und Schaf deiner Weid,
Dein Ruhm wir allzeit preisen.


Verweise