Ach Herr, mich armen Sünder (Kantate)

Aus Monarchieliga
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  • BWV 135
  • BC A 100


Text des Werks

Choralfantasie: Ach Herr, mich armen Sünder

Ach Herr, mich armen Sünder,
straf nicht in deinem Zorn.
Dein ernsten Grimm doch linder,
sonst ist’s mit mir verlorn.
Ach Herr, wollst mir vergeben
mein Sünd und gnädig sein,
daß ich mag’ ewig leben,
entfliehn der Hollenpein.[1]

Rezitativ: Ach heile mich, du Arzt der Seelen

Ach heile mich, du Arzt der Seelen,
ich bin sehr krank und schwach!
Man möchte die Gebeine zählen,
so jämmerlich hat mich mein Ungemach,
mein Kreuz und Leiden zugericht.
Das Angesicht ist ganz von Tränen aufgeschwollen,
die, schnellen Fluten gleich, von Wangen abwärts rollen.
Der Seele ist von Schrecken angst und bange,
ach, du Herr, wie so lange?

Arie: Tröste mir, Jesu, mein Gemüte

Tröste mir, Jesu, mein Gemüte,
sonst versink ich in den Tod,
hilf mir, hilf mir durch deine Güte
aus der großen Seelennot!

Denn im Tod ist alles stille,
da gedenkt man deiner nicht.
Liebster Jesu, ist’s dein Wille,
so erfreu mein Angesicht!

Rezitativ: Ich bin von Seufzen müde

Ich bin von Seufzen müde,
mein Geist hat weder Kraft noch Macht,
weil ich die ganze Nacht
oft ohne Seelenruh und Friede
in großem Schweiß und Tränen liege.
Ich gräme mich fast tot und bin vor Trauern alt,
Denn meine Angst ist mannigfalt.

Arie: Weicht, all ihr Übeltäter

Weicht, all ihr Übeltäter,
mein Jesus tröstet mich!

Er läßt nach Tränen und nach Weinen
die Freudensonne wieder scheinen,
das Trübsalswetter ändert sich.
Die Feinde müssen plötzlich fallen
und ihre Pfeile rückwärts prallen.

Choral: Ehr sei ins Himmelsthrone

Ehr' sei ins Himmels Throne
mit hohem Ruhm und Preis
dem Vater und dem Sohne
und auch zu gleicher Weis
dem Heilgen Geist mit Ehren
in alle Ewigkeit,
der woll' uns all'n bescheren
die ew'ge Seligkeit.[2]

Verweise



Einzelnachweise

  1. Str. 1 des Liedes von Kyriakus Schneegaß
  2. Umgedichtete Schlußstrofe des Liedes von Schneegaß.