Acht

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In Altdeutschland wurden Rechtsbrüche privat geahndet. Nur bei Rechtsbrüchen, die die Gemeinschaft betroffen war, griff diese ein, im Allgemeinen durch die "Acht”, d.h. den Ausstoß aus der Gemeinschaft. Die Acht bedeutete die Entheiligung der Person. Taten, die geächtet werden konnten waren z.B. Hausfriedensbruch, Grabraub, Mordbrand, Mord, homosexuelle Aktivitäten, Treubruch, Bruch des königlichen Friedens, später auch Ladungsungehorsam und manch anderes.

Die Ächtung konnte ipso facto erfolgen. Sie unterlag zwar der Berufung an ein zuständiges Gericht, wurde jedoch nach Jahr und Tag in die unlösbare Aberacht verschärft, die unlöslich war und lebenslang galt. Nach Gründung des Imperiums waren nur noch Kaiser und kaiserliche Gerichte befugt, die Acht zu erklären. Seit dem Jahre 1711 unterlag die kaiserliche Acht der Bestätigung des Reichstags. Deshalb konnte die Acht gegen den Borussenkönig Friedich II. nicht wirksam exekutiert werden. Geächtet wurden (u.a.):