Adalbert von Prag

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  • * 960
  • † 23. April 997
  • Gedächtnis: 23. April


Der hl. Adalbert von Prag war ein deutschblütiger Bischof von Prag.


Leben

Der heilige Adalbert hieß ursprünglich Wojtech und nahm später als seinen Firmnamen den Namen Adalbert von seinem Mentor, Adalbert von Magdeburg an. Darum werden die Namen Wojtech, Wojciech usw. als Varianten des Namens Adalbert betrachtet. Diese Namen sind aber nicht etymologisch mit dem Namen Adalbert verwandt.

Adalbert wurde als Nachfolger von Bischof Thietmar gewählt. Thietmar, ein Sachse, war als milde und gerecht sehr beliebt. Adalbert war mütterlicherseits ebenfalls Sachse und verwandt mit König Otto dem Großen. Adalbert erhielt acht Jahre lang in der Domschule von Magdeburg eine vorzügliche Ausbildung. Adalbert weilte auch im Benediktinerkloster Monte Cassino, wo er Kaiser Otto III. kennenlernte.

Im Jahre 993 wurde er von Papst Johannes XV. in sein Bistum nach Prag zurückgeschickt, Er erhielt das Versprechen, in Böhmen ein Kloster gründen zu dürfen. Mit zwölf Mönchen, die mit ihm nach Prag gingen, gründete er das Kloster Breunau, das für Jahrhunderte ein geistig-religiöses Zentrum Böhmens werden sollte.

Er erlitt bei Elbing in Westpreußen das Martyrium. Seine Reliquien sind im Prager Veitsdom.

Verweise