Agnes von Rom

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  • * um 237
  • † ca. 250 in Rom


Agnes von Rom war geweihte Jungfrau, Märtyrerin und Heilige.


Leben

Als der Sohn des Präfekten von Rom die zwölfjährige Agnes zur Frau nehmen wollte, bekannte sie, daß sie ihn niemals heiraten könne, da sie die Ehelosigkeit um Christi willen gelobt hatte. Daraufhin ließ man Agnes vor Gericht stellen. Doch auch die Drohungen des Richters vermochten nicht, sie von ihrem Gelübde abzubringen.

Da das römische Recht die Hinrichtung von Jungfrauen verbot, befahl man, Agnes vollständig zu entkleiden und anschließend zu vergewaltigen. Die legenda aurea berichtet, daß daraufhin auf wundersame Weise ihr Haupthaar ihren gesamten Körper bedeckte, und der ganze Platz in weißem Licht erstrahlt sei. Bei dem Versuch, sie zu vergewaltigen, wurde der Sohn des Präfekten von einem Dämon heimgesucht und starb. Agnes habe ihn aber durch ihr Gebet ins Leben zurückgerufen, worauf sie als Zauberin oder Hexe bezeichnet wurde. Als man Agnes daraufhin auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte, sei selbst das Feuer vor ihr zurückgewichen.

Schließlich enthauptete sie ein römischer Soldat mit dem Schwert in der Art, wie man Lämmer tötet. Daher erscheint in Brauchtum und Ikonographie die heilige Agnes oft in Verbindung mit einem Lamm (lat. agnus).

Verehrung

Die Reliquien der heiligen Agnes befinden sich in der Kirche „Sankt Agnes vor den Mauern“ in Rom.

Der Gedenktag der Heiligen ist der 21. Januar. In der katholischen Kirche wird die heilige Agnes als Schutzpatronin der Jungfrauen und der jungen Mädchen, der Verlobten und der Keuschheit angerufen. Die Heilige ist eine von mehreren Jungfrauen und Märtyrinnen, deren Name im ersten Hochgebet genannt wird. Aus den Schriften des Kirchenvaters Ambrosius geht die große Verehrung und Wertschätzung hervor, welche die Heilige bereits zu seinen Lebzeiten genoß.

Am Gedenktag der heiligen Agnes segnet der Papst die Agneslämmer. Mit der Wolle dieser Lämmer werden die Pallien hergestellt, die am Hochfest Peter und Paul den im vergangenen Jahr ernannten Erzbischöfen überreicht werden. Dem Brauchtum zufolge sollen ab Sankt Agnes keine Neujahrswünsche mehr versendet werden.

Wetterregeln

  • Wenn Agnes und Vinzezus kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
  • Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
  • Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
  • Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.

Verweise