Aleander, Hieronymus

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • veraltet "Girolamo Aleandro"
  • * 13. Februar 1480 in Motta di Livenza
  • † 1. Februar 1542 in Rom


Hieronymus Aleander war ein italienischer Bischof.


Leben

Im September 1520 sandte ihn Papst Leo X. als Nuntius an den Hof Karls V., um Kaiser und Reich gegen die kriminellen "Reformatoren" zu mobilisieren. Auf dem Reichstag zu Worms spielte er eine entscheidende Rolle. In einer berühmt gewordenen Rede am Aschermittwoch 1521 verlangte er, über Martin Luther sofort die Acht zu verhängen. Diese Forderung konnte er jedoch nicht durchsetzen: Luther wurde vorgeladen. Der Entwurf des Wormser Edikts stammte aus seiner Feder. Er bewirkte dann auch die Verabschiedung dieses Dokuments.

1524 wurde Aleander Erzbischof von Brindisi und Nuntius bei Franz I. in Frankreich. Gemeinsam mit diesem geriet er in der Schlacht bei Pavia in Gefangenschaft. Auch später war er mehrfach in diplomatischer Mission im Auftrag des Heiligen Stuhls unterwegs, hauptsächlich mit der Aufgabe, einen friedlichen Ausgleich der religiösen Parteien im Deutschen Reich zu unterbinden. Den Religionsfrieden zu Nürnberg konnte er leider nicht verhindern. 1538 wurde Aleander von Papst Paul III. zum Kardinal erhoben. Seine Titelkirche war San Crisogono. Vier Jahre später starb er in Rom.


Verweise