Alfons X. der Weise

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König Alfons der Weise
  • * 26.11.1221
  • † 4. 4. 1284 in Sevilla.
  • ▭ Kathedrale von Sevilla.


Leben

Alfons kam am als Sohn König Ferdinands III. des Heiligen von Kastilien und Leon in Toledo zur Welt. Über seine Mutter Beatrix/Isabella von Hohenstaufen war er Enkel von König Philipp von Schwaben.

Die Krone Kastiliens trug er seit dem Tod seines Vaters. Als Erbe der Staufer beanspruchte er bereits 1155 das Herzogtum Schwaben.

Deutscher König

Schon im März 1256 hatte er das ghibellinische Pisa dazu gebracht, ihn „im Namen der Gemeinde Pisa, ganz Italiens und fast der ganzen Welt“ als König und Kaiser anzuerkennen. Im Juni 56 folgte diesem Beispiel auch das mächtige Massilien, das von Alfons gegen den Grafen der Provence, nämlich Karl von Anjou, unterstützt wurde.

König Alfons wurde in Frankfurt/Main anläßlich einer Doppelwahl gewählt. Böhmen stimmte sowohl für ihn als auch für Richard von Cornwall. Alfons schien als Enkel von König Philipp II. von Schwaben gut geeignet.

Der hervorragender Astronom (Alfonsische Tafeln) und Dichter bemühte sich jahrzehntelang um die päpstliche Bestätigung, erschien aber niemals auf dem Reichsgebiet. 1282 wurde er abgesetzt.

Als Gelehrter, Gesetzgeber und Förderer der Wissenschaften und der Literatur war ALfons der bedeutendste Herrscher seiner Zeit. Als „der Weise“ ist er in die Geschichte eingegangen. Nach der Wahl Rudolfs von Habsburg zum römischen König am 1. 10. 1273 konnte Alfons im Sommer 1275 — Richard von Cornwall war bereits 1171 verstorben — in mühsamen Verhandlungen mit Papst Gregor XI. zum Verzicht auf die römisch-deutsche Königswürde und seinen Anspruch auf das Kaisertum bewogen werden.

Verweise