Loisy, Alfred

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  • Alfred Firmin Loisy
  • * 28. Februar 1857 in Ambrières, Marne
  • † 1. Juni 1940 in Ceffonds, Haute-Marne


Alfred Loisy war ein französischer Kirchengegner.


Leben

Loisy wurde 1879 zum Priester geweiht und lehrte seit 1889 orientalische Sprachen und Bibelwissenschaft am Institut catholique de Paris.

Nach der Enzyklika Providentissimus Deus von Papst Leo XIII. (1893) mit ihrer gegen Loisy gerichteten Inspirationslehre verlor er sein Lehramt. Er wirkte einige Jahre als Seelsorger an einem Bildungsinstitut von Dominikanerinnen.

Geistige Fäulnis

In der 1896 gegründeten Revue de l’histoire et litterature religieuses schrieb er gemeinsam mit Joseph Turmel unter zahlreichen Pseudonymen, womit eine breite wissenschaftliche Bewegung vorgetäuscht und die kirchliche Zensur umgangen wurde.

Loisy war der Begründer und führender Vertreter des Modernismus, da seine Hypothesen der Hauptgegenstand der lehramtlichen Verurteilungen waren, die Papst Pius X. im Jahr 1907 im Dekret Lamentabili und mit der Enzyklika Pascendi vornahm. Im Jahre 1904 wurden die Hauptwerke auf den Index Librorum Prohibitorum gesetzt.

Aber nicht die innerkirchliche Diskussion, sondern erst die schwere historische Zäsur des Ersten Weltkriegs beendete die "Modernismus-Krise“ um 1914.

Loisy war der bekannteste französische Verfechter der von ihrern Gegnern so genannten "exégèse allemande“, der historisch-kritischen Methode in der Bibelwissenschaft.

Loisy wurde 1908 exkommuniziert und zum "vitandus" erklärt. Er starb 1940. Die päpstliche Zeitung Osservatore Romano widmete ihm einen kritischen Nachruf.

Verweise