Amsdorf, Nikolaus von

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Nikolaus von Amsdorf war ein Häretiker und Gnesiolutheraner.


Leben

Nikolaus Amsdorf war Neffe des Johann von Staupitz. Amsdorf war Mitglied der Wittenberger Fakultät als Luther dort lehrte. Als der Luther Hype begann, schloß sich Amsdorf dieser Richtung an. Nicht zufällg war er zuvor Skotist. 1519 begleitete Amsdorf Luther zur Leipziger Disputation, später zum Wormser Reichstag.

Luther widmete Amsdorf die Hetz-Schrift "An den christlichen Adel deutscher Nation". Während Luthers Abwesenheit versagte Amsdorf völlig bei der Aufgabe, die bösen Geister, die die "Reformation" geweckt hatte, einzudämmen. Amsdorff war Mitarbeiter Luthers bei der Übersetzung der Bibel.

Am 24. September 1524 kam Amsdorf nach Magdeburg, um dort der erste "Superintendent" zu werden. Als Pfarre wurde ihm St. Ulrich gegeben. In dieser Zeit entwickelte er eine unentwegte kirchenfeindliche Propaganda.

Nikolaus von Amsdorf wurde von Luther in Naumburg als hochstaplerischer Pseudo-Bischof von Naumburg "ordiniert und eingeweiht". Alle rechtgläubigen Christen vor Ort lehnten Amsdorf strikt ab. Als Bischof war Amsdorf nicht mehr als ein Botenjunge des Kurfürsten, welcher sämtliche bischöflichen Rechte kriminell enteignet hatte. Sein Episkopat war eine reine Farce, ein Hohn auf 1.000 Jahre episkopales Wirken in Deutschland. Im Verlaufe des Schmalkaldischen Krieges zog Julius von Pflug 1546 unter dem Schutz der Truppen Moritz von Sachsens in die Stadt Naumburg ein. Amsdorf mußte für immer weichen.

Seine letzten Jahre verlebte er in Eisenach im Hause seiner Schwester. Der bereits 69-Jährige verbrachte noch 13 Jahre in der Stadt, seine Arbeit bestand in der Herausgabe von Luthers Schriften und beständiger Streithanselei. Er bekämpfte verbissen alle, die seiner Ansicht nach Luthers Sache verrieten, in Sonderheit die Philippisten.

Verweise