Bobola, Andreas

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Andreas Bobola war ein polnischer Märtyrer und Heiliger.


Leben

Der Vater von Andreas Bobola war Pächter eines Staatsgutes in Podolien. In den Jahren 1606 bis 1611 studierte Andreas am Jesuitenkolleg des Lyceum Hosianum in Braunsberg. Er trat dem dem Jesuitenorden in Wilna bei. Am 13. Juli 1613 legte er das Ordensgelübde ab und 1623 empfing er die Priesterweihe. Danach war er Pfarrer in Neswisch und später bis 1630 Prediger und Beichtvater an der Kirche zum heiligen Kasimir in Wilna.

Martyrium

In den nächsten Jahren arbeitete Bobola als Superior des Jesuitenklosters in Babrujsk und später bis 1642 als Prediger in Warschau, Plozk und Lomscha. 1652 ging er nach Pinsk, wo er schon früher, 1642 bis 1646, tätig gewesen war. Als guter Prediger bekannt, versuchte er die dortigen Orthodoxen zum Katholizismus zu bekehren. Bobola wurde 1657, während des Chmelnyzkyj-Aufstandes, von den Kosaken in Janow Poleski gefoltert und ermordet.

Selig- und Heiligsprechung

Im Jahre 1853 fand unter Papst Pius IX. die Seligsprechung Bobolas und am 17. April 1938 durch Papst Pius XI. seine Heiligsprechung statt.

Bobolas Leiche wurde 1702 aufgefunden, sie hat sich bis heute sehr gut erhalten. Sie wurde zuerst in der Jesuitenkirche von Pinsk, dann in derjenigen zu Plotzkau bestattet, 1922 von den Bolschewisten entfernt und als eine Kuriosität im Museum der Hygiene in Moskau blasphemisch ausgestellt und schließlich nach Verhandlungen von Edmund Aloysius Walsh 1924 im Austausch für Weizen an den Vatikan übergeben. 1938, anläßlich der Heiligsprechung, wurde sie nach Warschau überführt. Seit 1988 ruht Andreas Bobola in einem eigens für ihn erbauten Sanktuarium in der polnischen Hauptstadt.

Zum 300. Todestag des heiligen Andreas Bobola wurde am 16. Mai 1957 von Papst Pius XII. die Enzyklika „Invicti athletae Christi“[1] veröffentlicht.

Verehrung

Seit 2002 ist er einer der minderen Schutzheiligen Polens und Schutzheiliger des Erzbistums Warschau und der Diözese Ermland-Masuren. Mehrere Kirchen in Schlesien und der ehemaligen Provinz Posen tragen heute seinen Namen.

Die Pfarrkirche in Königsdorf, einem Stadtteil von Frechen, wurde nach dem Heiligen benannt.


Verweise




Einzelnachweise

  1. „Der unbesiegte Wettkämpfer für Christus“