Angrivarier

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  • Angrevarier, Angarier, Engern, Angrivarii, Angarii


Die Angrivarier waren ein germanisches Volk, das an der mittleren Weser, vornehmlich auf dem rechten Ufer zwischen Steinhuder Meer und dem Zufluß der Aller, wohnte und nördlich an die Chauken an der unteren Weser und Dulgubnier in der heutigen Lüneburger Heide, südlich an die Kerusker, westlich an die Ampsivarier und östlich an die erst seit den Sachsenkriegen belegten Ostfalen grenzte.


Geschichte

Als Germanicus im Jahre 16 n. Chr. gegen die Kerusker vorrückte, erregten die Angrivarier in seinem Rücken einen Aufstand, wurden aber durch Stertinius bald zur Ruhe gebracht und blieben seitdem den Römern ergeben.

Nach Auflösung des cheruskischen Bundes erweiterten sie ihre Grenzen südwärts und entrissen unter Kaiser Nerva mit den Chamaven den Brukterern die Gegend nördlich der Lippe und an der Quelle der Ems. Später breiteten sie sich noch weiter nach Süden und Westen aus, schlossen sich unter dem auch auf das Land (Angaria, Engern) übergegangenen Namen der Angrivarier oder Engern dem Sachsenbund an und bildeten deren mittleren Teil.

Widukind von Korvey berichtet, daß der sächsische Stamm in drei große Teilstämme aufgeteilt war, nämlich die Westfalen, die Ostfalen und die Engern. Diese Dreiteilung wird dadurch bestätigt, daß in den Sachsenkriegen, nach den Reichsannalen, die Teilstämme unter ihrem jeweiligen Heerführer separate Vereinbarungen trafen. Im Jahr 775 unterwarfen sich die Engern im Raum Bückeburg mit ihrem Anführer Bruno nach einer Niederlage Karl dem Großen und nahmen das Christentum an.


Verweise