Anna von Böhmen und Ungarn

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Anna von Böhmen und Ungarn war Ehefrau von Ferdinand I. und Königin von Deutschland.


Leben

Anna war die Tochter von König Ladislaus II. und dessen dritter Frau Anna von Foix-Candale.

Planung der Ehe

Ohne die Einwilligung der ungarischen Stände kamen Ladislaus II. und Kaiser Maximilian I. 1515 überein, die Kinder von Ladislaus, Anna und deren Bruder Ludwig, mit den Enkeln Maximilians I. zu verheiraten (Wiener Doppelhochzeit). Anna heiratete am 26. Mai 1521 in Linz Erzherzog Ferdinand und Ludwig 1522 Ferdinands Schwester Maria. Nach dem Tod ihres Bruders 1526 in der Schlacht bei Mohatsch wurde Ferdinand aus ihrem Recht König von Ungarn und Böhmen. Die ungarischen Barone, die nie einen Fremdherrscher akzeptieren wollten, wählten Johann Zápolya zum Gegenkönig.

Anna war berühmt durch ihre Religiosität, Mildtätigkeit und Klugheit, sie sprach lateinisch, tschechisch, ungarisch und deutsch. Ferdinand setzte sie schon kurz nach der Eheschließung, zusammen mit dem Bischof von Triest, als Vorsitzende seines Hofrates ein. Sie wird für die Autorin der Schrift Clypeus pietatis gehalten.

Ferdinand trennte sich kaum von seiner Gattin, und diese begleitete ihn auf den meisten Reisen. Ferdinand argumentierte dem darüber verwunderten kaiserlichen Gefolge gegenüber, daß es besser sei, die Unkosten für die Gattin aufzuwenden als für diverse Geliebte.

Kinder

  1. Elisabeth von Österreich, 1526 – 1545
  2. Maximilian II., 1527 – 1576
  3. Anna von Österreich, 1528 – 1590
  4. Ferdinand II., 1529 – 1595
  5. Maria von Österreich (1531 – 1581)
  6. Magdalena von Österreich (1532–1590)
  7. Katarina von Österreich (1533–1572)
  8. Eleonore von Österreich (1534–1594)
  9. Margarete von Österreich (1536–1566)
  10. Johann von Österreich (1538–1539)
  11. Barbara von Österreich (1539–1572)
  12. Karl II. (1540–1590)
  13. Ursula von Österreich (1541–1543)
  14. Helena von Österreich (1543–1574)
  15. Johanna von Österreich (1547–1578)


Für damalige Zeit ungewöhnlich, kümmerten sich die Eltern persönlich um ihre Kinder, die einfach und bescheiden aufwuchsen. Sie wurden nicht von Privatlehrern unterrichtet, sondern besuchten gemeinsam mit anderen Kindern eine öffentliche Schule in Innsbruck. Besonderes Augenmerk wurde auf die Erlernung von Sprachen gelegt.

Verweise