Arnd, Johann

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  • auch Johann Arndt
  • * 27. Dezember 1555
  • † 11. Mai 1621 in Zelle


Johann Arndt war Generalsuperintendent in Zelle. Sein Buch Paradiesgärtlein aus dem Jahre 1612 gehört zu den berühmtesten christlichen Meditations- und Erbauungsbüchern und übte großen Einfluß auf die christliche Dichtung aus. Johann Arnd zählt zu den wichtigsten lutherischen nachreformatorischen Theologen.


Geburtsort

Über den Geburtsort Arnd's gibt es widersprüchliche Angaben. Möglich ist Edderitz bei Köthen, möglich ist aber auch Ballenstedt im Harz oder ein Dorf in der Nähe.

Leben

Johann Arndt studierte in Helmstedt, Straßburg und Basel. Er wurde Pfarrer im Fürstentum Anhalt. Arndt wandte sich gegen die Tendenz, Anhalt dem Kalvinismus zuzuführen und wurde deshalb aus dem Fürstentum ausgewiesen.

Johann Arndt blieb bis zum Lebensende lutherischer Pfarrer und Superintendent. Sein Gegner war Lukas Osiander, der Jüngere. Arnd übte sehr starken Einfluß auf die zeitgenössiche russische Orthodoxie aus.

Werke

  • Paradiesgärtlein voller christlicher Tugenden, wie solche zur Übung des wahren Christentums durch andächtige, lehrhafte und trostreiche Gebete in die Seele zu pflanzen. Magdeburg 1612
  • Vier Bücher vom wahren Christentum. (enthält auch weitere Werke Arnd's) ca. 1600 ff.
  • Auslegung des ganzen Psalters in 451 Predigten. Jena 1617
  • Postilla (Vierteilige Predigtsammlung). Jena 1616-1620

Johann Arndt im Werke Bachs

Hier lieg' ich nun, o Vater aller Gnaden

  • Hier lieg' ich nun, o Vater aller Gnaden. Geistliches Lied BWV 519


Verweise