Askanier

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Geschichte

Die Askanier sind ein deutsches Herrscherhaus, das bis heute als „Haus Anhalt“ existiert. Der erste in zeitgenössischen Urkunden auftretende Vertreter der Askanier war ein Graf Esico, der in einem Diplom Kaiser Konrads II. vom 26. Oktober 1036 erwähnt wird. Seine Sippe war im ostsächsischen Schwabengau ansässig, weshalb sie im Sachsenspiegel dem dort angesiedelten schwäbischen Uradel zugerechnet wird.

Der Name der Askanier geht auf die Burg Aschersleben zurück. Ballenstedt, Aschersleben und Anhalt bildeten die drei wichtigsten Stammburgen der Familie im alten Schwabengau, um die sich im Verlauf der Jahrhunderte das Fürstentum Anhalt herausbildete.

Linien

Frühe bekannte Askanier waren Esico von Ballenstedt († um 1060), Adalbert II. von Ballenstedt († um 1080), Otto der Reiche von Ballenstedt († 1123) und Albrecht der Bär († 1170).

Unter ihnen der bedeutendste war Albrecht der Bär. Er trieb die Christianisierung des deutschen Ostens energisch voran und gehörte zu den Gründern Brandenburgs. Er war der erste Träger der brandenburgischen Markgrafenwürde. Seine Lande teilte er unter seine Söhne auf, die je zu den Begründern der Hauptlinien des Hauses wurden.

  1. Otto erhielt die Mark Brandenburg.
  2. Hermann begründete die Linie Weimar-Orlamünde.
  3. Bernhard erhielt das später s. g. Land Anhalt.


Brandenburg

Orlamünde

Anhalt und Aschersleben

Sachsen

Das alte Stammesherzogtum Sachsen wurde 1143 an den Welfen Heinrich den Löwen übertragen. Nachdem dieser 1180 abgesetzt und die territoriale Integrität Sachsens aufgelöst worden war erhielten die Askanier die östlichen Landesteile einschließlich der sächsischen Herzogswürde verliehen.

Anhalt