Atanasisches Glaubensbekenntnis

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Dieses Symbol wird dem Hl. Kirchenlehrer Atanasius der Große zugeschrieben. Der Hl. Bonifatius hatte es in Deutschland bereits vor der Mitte des 8. Jahrhundert täglich oder doch wenigstens wöchentlich zu beten befohlen, weshalb man es auch »Canticum Bonifatii / Lobgesang des Bonifatius« nannte.

Dieses theologisch scharf geprägte und doch so volkstümlich anmutende Bekenntnis zum dreieinigen Gott und zum menschgewordenen Gottessohn bringt wie kein anderes Gebet ungekünstelt und echt unsere Huldigung vor dem dreifaltigen Gott zum Ausdruck.

Das Vatikanische Konzil hat am 24. April 1870 in der dogmatischen Konstitution "Dei Filius" u. a. folgendes, für alle Zeiten gültiges Dogma verkündet:

"Wer sagt, es könne geschehen, daß den von der Kirche vorgelegten Lehrsätzen einmal entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft ein anderer Sinn zuzuschreiben sei als der, den die Kirche gemeint hat und meint: der sei mit dem Anathema belegt."

Text des Symbols

Wer da selig werden will, der muß vor allem den katholischen Glauben festhalten. Ein jeder, der diesen nicht in seinem ganzen Umfang und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel auf ewig verlorengehen. Der katholische Glaube aber ist der:

  • Wir verehren den Einen Gott in der Dreifaltigkeit and die Dreifaltigkeit in der Einheit.
  • Wir dürfen nicht die Personen vermischen and auch nicht die Wesenheit trennen.
  • Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, eine andere die des Heiligen Geistes.
  • Aber in dem Vater and dem Sohne and dem Heiligen Geiste ist nur Eine Gottheit, Eine gleiche Herrlichkeit, Eine gleich ewige Majestät. Wie der Vater, so der Sohn, so der Heilige Geist.
  • Unerschaffen ist der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist. Unermeßlich ist der Vater, unermeßlich der Sohn, unermeßlich der Heilige Geist.
  • Ewig ist der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern Ein Ewiger, wie auch nicht drei Unerschaffene and nicht drei Unermeßliche, sondern Ein Unerschaffener and Ein Unermeßlicher.
  • Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist, and doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern Ein Allmächtiger.
  • So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern es ist nur Ein Gott.
  • So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und dennoch sind es nicht drei Herren, sondern es ist nur Ein Herr.
  • Denn so wie wir durch die christliche Wahrheit angeleitet werden, jede Person einzeln als Gott und Herrn zu bekennen, so verbietet uns auch die katholische Lehre, von drei Göttern oder Herren zu reden.
  • Der Vater ist von niemand gemacht, noch geschaffen, noch gezeugt. Der Sohn ist vom. Vater allein, nicht gemacht, nicht geschaffen, sondern gezeugt. Der Heilige Geist ist vom Vater and vom Sohn, nicht gemacht, noch geschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend.
  • Es ist also Ein Vater, nicht drei Väter, Ein Sohn, nicht drei Söhne, Ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister. Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle Drei Personen sind gleich ewig and einander gleichwesentlich, so daß in allem, wie bereits vorhin gesagt wurde, sowohl die Einheit in der Dreifaltigkeit, als auch die Dreifaltigkeit in der Einheit zu verehren ist.
  • Wer daher selig werden will, muß dies von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit glauben.
  • Aber zum ewigen Heil ist es ferner notwendig, treu auch an die Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus zu glauben.
  • Das ist nun der richtige Glaube: Wir müssen glauben and bekennen daß unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, Gott and Mensch ist.
  • Gott ist Er aus der Wesenheit des Vaters von Ewigkeit gezeugt, und Mensch ist Er aus der Wesenheit der Mutter in der Zeit geboren. Ganz Gott, ganz Mensch, bestehend aus einer vernünftigen Seele und einem menschlichen Leibe.
  • Dem Vater gleich der Gottheit nach, kleiner als der Vater der Menschheit nach. Da Er nun Gott ist and Mensch zugleich, so sind doch nicht zwei, sondern Ein Christus.
  • Einer: aber nicht als ob die Gottheit in Fleisch verwandelt werden wäre, sondern durch Aufnahme der Menschennatur in Gott. Einer ganz and gar, nicht durch die Vermengung der Wesenheit, sondern durch die Einheit der Person.
  • Denn wie die vernünftige Seele und der Leib ein Mensch ist, so ist auch Gott and Mensch Ein Christus: Der gelitten hat um unseres Heiles willen, abgestiegen ist zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten.
  • Er ist aufgefahren in den Himmel und sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters, von dort wird Er kommen zu richten die Lebendigen and die Toten. Bei Seiner Ankunft werden alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen und Rechenschaft ablegen über ihre eigenen Handlungen. Und die, welche Gutes getan haben, werden eingehen zum ewigen Leben, die aber Böses getan haben, ins ewige Feuer.
  • Das ist der katholische Glaube. Wer diesen nicht treu and fest annimmt, kann nicht selig werden.

Verweise