Atanasius der Große

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  • Atanasius von Alexandria
  • * 295 in Alexandria


Atanasius der Große war Bischof von Alexandria.


Leben

Der Heilige Atanasius sprach koptisch und griechisch. Am 1. Ökumenischen Konzil nahm er als Begleiters des Bischofs von Alexandria teil, dessen Nachfolger er im Jahre 328 wurde. Des großen Einflußes der antichristlichen Arianer wegen wurde er mindestens 5 mal verbannt und lebte Jahrzehnte in der Verbannung. Atanasius widmete sein ganzes Leben der Bekämpfung des Arianismus und der Verteidigung der katholischen Lehre.

Lehre

Der Hl. Atanasius verteidigte die Wesensgleichheit des Vater mit dem Sohn. Dem Irrlehrer Arius, der meinte, daß Gott zur Schaffung der Welt ein Mittelwesens bedurfte, entgegnete Atanasius, daß Gott weder so ohnmächtig sei, daß er ohne ein Mittelwesen nicht schaffen könne noch so hochmütig, daß er ohne daßelbe nicht schaffen wolle. Wörtlich sagte Atanasius:

"Der Name Sohn schließt den Begriff des Gezeugtsein in sich; gezeugt sein aber heiße nicht aus dem Willen, sondern aus dem Wesen des Vaters hervorgehen."[1]

Weiters ist Atanasius auch in der Logoslehre bedeutend. "Wir wären nicht erlöst worden, wenn nicht Gott selbst in die Menschheit eingegangen, Christus also nicht Gott wäre. Indem der Logos als Gott eine menschliche Natur mit sich vereinigte, hat der die Menscheit selbst vergöttlicht, und indem er für sich den Tod überwand, hat er ihn für uns alle überwunden; hätte er aber den Vorzug, Gott zu sein, nicht von Natur, sondern durch Mitteilung gehabt, so hätte er ihn nicht weitergeben können."[2]

Angebliche Exkommunikation

Im Gegensatz zur arianischen Propaganda wurde Atanasius nicht von Papst Liberius exkommuniziert.[3]

39. Osterfestbrief des Bischofs Atanasius

In diesem Brief aus dem Jahr 367 zählt der Heilige erstmals alle 27 Schriften des Neuen Testaments auf und stuft sie als für die Kirche verbindlich ein.

Zitat

  • Selbst wenn nur eine handvoll Gläubiger und ein einziger Priester übrigblieben, würde die Kirche Christi fortexistieren.

Verweise



Einzelnachweise

  1. vgl. Altaner/Stuiber, Patristik
  2. ebd.
  3. Pitsch, Irrlehren, S. 286