Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten

Aus Monarchieliga
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  • BWV 207 a
  • BC G 22


Text des Werkes

Marsch zu K. 207

Chorus: Auf, schmetternde Töne

Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten,
ihr donnernden Pauken, erhebet den Knall!
Reizende Saiten, ergötzet das Ohr,
suchet auf Flöten das Schönste zu finden,
erfüllet mit lieblichem Schall
unsre so süße als grünende Linden
und unser frohes Musenchor!

Rezitativ: Die stille Pleiße

Die stille Pleiße spielt
mit ihren kleinen Wellen,
das grüne Ufer fühlt
itzt gleichsam neue Kräfte
und doppelt inn're rege Säfte,
es prangt mit weichem Moos und Klee.
Dort blühet manche schöne Blume,
hier hebt zur Flora großem Ruhme
sich eine Pflanze in die Höh'
und will den Wachstum zeigen.
Der Pallas holder Hain
sucht sich in Schmuck und Schimmer zu erneu'n.
Die Kastalinnen singen Lieder,
die Nymphen gehen hin und wieder
und wollen hier und dort bei unsern Linden,
und was? Den angenehmen Ort
ihres schönsten Gegenstandes finden.
Denn dieser Tag bringt allen Lust,
doch in der Sachsen Brust
geht diese Lust am allerstärksten fort.


Arie: Augustus' Namenstages Schimmer

Augustus' Namenstages Schimmer
verklärt der Sachsen Angesicht.
Gott schützt die frommen Sachsen immer,
denn unsers Landesvaters Zimmer
prangt heut' in neuen Glückes Strahlen,
die soll itzt unsre Ehrfurcht malen
bei dem erwünschten Namenslicht.


Rezitativ: Augustus' Wohl

SOPRAN: Augustus' Wohl ist der treuen Sachsen Wohlergehn;

BASS: Augustus' Arm beschützt der Sachsen grüne Weiden,

SOPRAN: Die Elbe nützt dem Kaufmann mit so vielen Freuden;

BASS: Des Hofes Pracht und Flor stellt uns Augustus' Glücke vor;

SOPRAN: Die Untertanen sehn an jedem Ort ihr Wohlergehn;

BASS: Des Mavors heller Stahl muß alle Feinde schrecken,
um uns vor allem Unglück zu bedecken.

SOPRAN: Drum freut sich heute der Merkur
mit seinen weisen Söhnen
und find't bei diesen Freudentönen
der ersten güldnen Zeiten Spur.

BASS: Augustus mehrt das Reich.

SOPRAN: Irenens Lorbeer wird nie bleich;

BEIDE: Die Linden wollen schöner grünen,
Um uns mit ihrem Flor
Bei diesem hohen Namenstag zu dienen.

Marsch: Ritornell zu K. 207

Arie (Duett): Mich kann die süße Ruhe laben

BASS: Mich kann die süße Ruhe laben,

SOPRAN: Ich kann hier mein Vergnügen haben

BEIDE: Wir beide stehn hier höchst beglückt.

BASS: Denn unsre fette Saaten lachen
und können viel Vergnügen machen,
weil sie kein Feind und Wetter drückt.

SOPRAN: Wo solche holde Stunden kommen,
da hat das Glücke zugenommen,
das uns der heitre Himmel schickt.


Rezitativ: Augustus schützt die frohen Felder

Augustus schützt die frohen Felder,
Augustus liebt die grünen Wälder,
wenn sein erhab'ner Mut
im Jagen niemals eher ruht,
bis er ein schönes Tier gefället.
Der Landmann sieht mit Lust
auf seinem Acker schöne Garben.
ihm ist stets wohl bewußt,
wie keiner darf in Sachsen darben,
wer sich nur in sein Glücke find't
und seine Kräfte recht ergründt.

Arie: Preiset, späte Folgezeiten

Preiset, späte Folgezeiten,
nebst dem gutigen Geschick
des Augustus großes Glück.
Denn in des Monarchen Taten
könnt ihr Sachsens Wohl erraten;
man kann aus dem Schimmer lesen,
wer Augustus sei gewesen.

Rezitativ: SZENE: Ihr Fröhlichen, herbei

TENOR: Ihr Fröhlichen, herbei,
erblickt, ihr Sachsen und ihr große Staaten,
aus Augustus' holden Taten,
was Weisheit und auch Stärke sei!
Sein allzeit starker Arm stützt teils Sarmatien,
teils auch der Sachsen Wohlergeh'n.
Wir sehen als getreue Untertanen
durch Weisheit die vor uns erlangte Friedensfahne.
wie sehr er uns geliebt,
wie mächtig er die Sachsen stets geschützet,
zeigt dessen Säbels Stahl, der vor uns Sachsen blitzet.
Wir können unsern Landesvater
als einen Held und Siegesrater
in dem großmächtigsten August
mit heißer Ehrfurcht itzt verehren
und unsre Wünsche mehren.

BASS: Ja, ja, ihr starken Helden, seht
der Sachsen unerschöpfte Kräfte
Und ihren hohen Schutzgott an und Sachsens Rautensäfte!
Itzt soll der Saiten Ton
Die frohe Lust ausdrücken,
denn des Augustus fester Thron
muß uns allzeit beglücken.

SOPRAN: Augustus gibt uns steten Schatten,
Der aller Sachsen und Sarmaten Glück erhält,
Der stete Augenmerk der Welt,
Den alle Augen hatten.

ALT: O heitres, hohes Namenslicht!
O Name, der die Freude mehrt!
O allerwünschtes Angedenken,
Wie stärkst du unsre Pflicht!
Ihr frohe Wünsche und ihr starke Freuden, steigt!
Die Pleiße sucht durch ihr Bezeigen
Die Linden in so jungen Zweigen
Der schönen Stunden Lust und Wohl zu krön'n
Und zu erhöhn.

Chorus: August lebe, lebe, König

August lebe,
lebe, König!
O Augustus, unser Schutz,
sei der starren Feinde Trutz!
Lebe lange deinem Land,
Gott schütz' deinen Geist und Hand',
So muß durch Augustus' Leben
unsers Sachsens Wohl bestehn,
so darf sich kein Feind erheben
wider unser Wohlergehn.

Verweise