Augustinus von Hippo

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  • * 13. November 354 in Tagaste in Numidien
  • † 28. August 430 in Hippo Regius in Numidien


Augustinus von Hippo war einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike und wohl der bedeutendste Philosoph aller Zeiten.


Leben

Augustinus hat zahlreiche philosophische Schriften verfasst, die zu einem großen Teil erhalten sind. Diese Schriften bilden für Augustinus eine Einheit; der christliche Glaube ist ihm Grundlage der Erkenntnis: Crede, ut intelligas: „Glaube, damit du erkennst“. Das Werk „Confessiones“ gehört zu den einflußreichsten autobiographischen Texten der Weltliteratur. Augustinus' Philosophie enthält von Platon stammende, jedoch im christlichen Sinn modifizierte Elemente. Hierzu gehören insbesondere die Dreiteilung der Wirklichkeit in die Welt des höchsten Seins, die nur dem Geist zugänglich ist, die Geist-Seele des Menschen und die niedere Welt des Werdens, die den Sinnen zugänglich ist. Die erste Biographie des Augustinus stammt von Possidius von Calama, der ihn als Schüler noch gut gekannt hat.

Als einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike bzw. der Patristik hat er das Denken des Abendlandes wesentlich geprägt. In der orthodoxen Kirche dagegen blieb er praktisch unbekannt; als seine Lehre im 14. Jahrhundert durch griechische Übersetzungen auch in Konstantinopel bekannt wurde, stieß sie auf Ablehnung, soweit sie nicht ohnehin dem Konsens anderer Kirchenväter entsprach.

Verehrung

Namenstag ist der 28. August.

Te Deum

Augustinus und Ambrosius von Mailand schufen gemeinsam das Te Deum. Als Augustinus das Sakrament der Taufe empfing, hat der hl. Ambrosius den Hymnus angestimmt, Augustinus versweise darauf geantwortet.

Werke

In alfabetischer Reihenfolge

  • Confessiones
  • De beata vita
  • De civitate Dei
  • De doctrina christiana
  • De immortalitate animae
  • De libero arbitrio
  • De magistro
  • De musica
  • De trinitate
  • De vera religione
  • Retractationes
  • Soliloquia

Verweise


  • Augustinus von Hippo