Böhmisch-Pfälzischer Krieg

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Der Böhmisch-Pfälzische Krieg (1618 – 1623) war als erster Abschnitt des 30jährigen Krieges eine Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und den protestantischen Ständen.

Verlauf

Zeit/Datum Krieg/Friede Infos
23. 5.1618 Zweiter Prager Fenstersturz markierte das Ende der kaiserlichen Bemühungen, die böhmischen Aufrührer friedlich zur Ordnung zu rufen. Nach dem Tod von Kaiser Matthias im darauf folgenden Jahr forderte der Böhmische Adel die freie Wahl des böhmischen Königs.
6. 6.1619 Aggression der Protestanten Ein böhmisch-protestantisches Heer unter Heinrich Matthias von Thurn fiel in die österreichischen Stammlande der Habsburger ein und stand binnen kurzem vor Wien.
8.10.1619 Münchener Vertrag Maximilian I. von Bayern und Johann Georg I. traten an die Seite des Kaisers. Die in der Union zusammengeschlossenen protestantischen Reichsstände kamen Friedrich V. von der Pfalz nicht adäquat zu Hilfe (Ulmer Vertrag).
8.11.1620 Schlacht am Weißen Berge Das Heer der böhmischen Stände unter Christian I., Fürst von Anhalt-Bernburg wurde von den kaiserlich-ligistischen Truppen unter Tilly und Karl Bonaventura Graf von Buquoy schwer geschlagen. Nach der Schlacht floh Friedrich aus Böhmen, über ihn wurde die Reichsacht verhängt.
21. 6.1621 HInrichtung der Schuldigen Einige der aufständischen böhmischen Adeligen wurden hingerichtet. Schon vorher hatte sich die Protestantische Union aufgelöst.
1. Juli 1621 Tilly siegte in er Schlacht bei Höchst über Ernst von Mansfeld. Nun konnte die Pfalz eingenommen werden, die aus strategischen Gründen eine zentrale Rolle im Geschehen jener Jahre einnahm.
Die noch verbliebenen protestantischen Heerführer Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel und Ernst von Mansfeld sowie der Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach setzten den Krieg außerhalb Böhmens fort. In den pfälzischen Erblanden des "Winterkönigs“ konnten die protestantischen Truppen zunächst die Schlacht bei Mingolsheim am 27. April 1622 für sich entscheiden. In den folgenden Monaten erlitten sie jedoch schwere Niederlagen. Die badischen Truppen wurden in der Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622 vernichtend geschlagen, in der Schlacht bei Höchst unterlag Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel.


Verweise


  • Böhmisch-Pfälzischer Krieg