Bürgel (Kl.)

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Das Kloster Bürgel war eine Benediktinerabtei in Thüringen.


Lage

Das Kloster war in Bürgel, östlich von Jena.

Geschichte

Bereits in der Thüringerzeit gab es auf dem Georgenberg an der Kreuzung zweier Fernhandelsstraßen und deren Furt über die Gleise eine Befestigung, die vermutlich dem hl. Georg geweiht war. Aus deren Namen Burgelin entwickelte sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts der Ortsname „Bürgel“.

Am 13. Februar 1133 wurde dem Lausitzer Markgrafen Heinrich von Groitzsch und dessen Gemahlin Bertha von Bischof Udo I. von Thüringen, der in seiner Amtszeit 58 Klostergründungen weltlicher Herren begünstigte, gestattet, auf dem Burgeliner Erbhof eine Mönchsgemeinschaft einzurichten.

Nach Wolfgang Hartmann war Bertha eine Tochter des Dietmar, Graf von Selbold-Gelnhausen, aus dem Adelsgeschlecht der Reginbodonen. Sie war mit Paulina, der Matronin des Klosters Paulinzella verwandt. Paulina war es 1114 in der Folge der kluniazensischen Reformbewegung gelungen, dieses päpstliche Eigenkloster mit juristischer Eigenständigkeit des Konvents unter direktem kaiserlichen Schutz zu errichten.

Die Stiftungsurkunde von Paulinzella wurde nahezu wörtlich für die neue Gemeinschaft übernommen und am 15. Mai 1136 von Kaiser Lothar III. unterzeichnet. So wurde die Basilika und das Kloster Bürgel auch von Mönchen aus Paulinzella und Hirsau errichtet. Die Ranggleichheit mit Paulinzella war den Mönchen von Bürgel noch lange Zeit von großer Wichtigkeit.

10 Jahre nach der Stiftung des Klosters Bürgel wurde 1143 nördlich von Glauchau ein Tochterkloster gegründet. Es sollte den Brüdern des Klosters Bürgel dienen. Eine Schenkung von 100 Königshufen Land rechts und links der Zwickauer Mulde sollte der wirtschaftlichen Festigung dienen.

Auf Grund der recht großen Entfernung von Bürgel wurde noch ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das ab 1216 den Namen Remse getragen hat. Eine Gründungsurkunde liegt aber nicht vor. Sicher ist, daß das Kloster Remse auf Bürgler Grundbesitz errichtet wurde und immer ein Tochterkloster von Bürgel war. Es hatte keine rechtliche Selbstständigkeit, aber eine wirtschaftliche. Der Propst von Remse wurde immer vom Bürgeler Abt eingesetzt.

Verweise