Basilius von Käsarea

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Basil von Käsarea[1] der Große, Metropolit von Käsarea und Kirchenvater.


Leben

Basil von Käsarea wurde schon zu Lebzeiten als "Basilius der Große" bezeichnet. Er war als Asket, Bischof und Kirchenlehrer eine der herausragenden Gestalten im Christentum des 4. Jahrhunderts und zählt zu den bedeutendsten Gestalten der Kirche überhaupt. Er, sein Bruder Gregor von Nyssa und ihr gemeinsamer Freund Gregor von Nazianz werden als die drei kappadokischen Kirchenväter bezeichnet. Zusammen mit Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos ist er einer der drei heiligen Hierarchen.

Regel für das Mönchsleben

Basil erstellte die Mönchsregeln für das Ordensleben der Ostkirche mit den Säulen Gehorsam, Gebet und Arbeit.

Als Gast bei der Synode in Konstantinopel 360 lernte er die Lehren des Arianismus kennen. Sein engagierter Kampf gegen diese Irrlehre machte ihn zum erfolgreichen Lehrer der Christen. Zur Sicherung der Glaubenslehre versuchte er - allerdings ohne großen Erfolg - die Beziehungen zu Papst Damasus I. zu verbessern.

364 wurde Basil zum Priester geweiht und als rechte Hand des Bischofs Eusebius in Käsarea. 370 wurde zum Nachfolger von Eusebius als Metropolit von Kappadokien gewählt, er war damit Vorgesetzter von 50 Bischöfen. In Briefwechseln mit Athanasios von Alexandria und Papst Damasus I. bemühte er sich, die Spaltung der Kirche von Antiochia abzuwenden.

Basilius' positive Stellung zur spätantiken Kultur prägte die nachfolgende Theologie. Seine Zitatesammlung "Philokalia" erweist ihn als Verehrer von Origenes. Er veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter drei gegen den Eunomius, dem Führer des Arianismus, gerichtete Bücher. Seine dogmatische Abhandlung "De Spiritu Sancto", "Über den Heiligen Geist", bereitete die Lehre des 1. Konzils von Konstantinopel vor. Die "Moralia" sind eine Sammlung asketischer Sittenregeln. Aus seiner Feder stammt auch die als "Liturgie des heiligen Basilius" bekannte Messordnung, die in ihren Grundzügen noch heute in orthodoxen Gottesdiensten Verwendung findet. Für Kultur- und Sittengeschichte lehrreich sind die 23 Reden, Predigten sowie Lobreden auf Märtyrer.

Als erster hat Basilius die genaue Formel "mia ousia, treis hupostaseis", "ein Wesen, drei Personen", für die Trinität vorgeschlagen und entsprechend der alten Formulierung von Tertullian, "una substantia, tres personae". Die Gottheit des Heiligen Geistes hat er nur vorsichtig gelehrt, für ihn geht der Geist "aus dem Vater durch den Sohn".

Die Christen seien berufen, den Staat zu durchleuchten, lehrte Basilius. Bis in die Westkirche reichte sein Einfluß, mit Ambrosius von Mailand stand er in regem Austausch. Basilius starb nach längerer Krankheit im Alter von 49 Jahren.

Weiteres

In der griechisch-orthodoxen Kirche ist Vasilii einer der populärsten Heiligen. Selbst in den Städten haben sich bäuerliches Brauchtum und volkstümliche Neujahrssitten an seinem Gedenktag erhalten. Er ist der Schutzheilige der Kinder und Hüter der Schifffahrt, gilt als wohltätig und hilfsbereit.

  • Attribute: Mönch mit Büchern und Totenkopf
  • Patron der Kinder, der ostkirchlichen Mönche, sowie der Seefahrt
  • Bauernregel: Wie der Basillus, so der September.
  • Basilius' Mahnwort an die Jugend über den nützlichen Gebrauch der heidnischen Literatur gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Universität Freiburg/Üechtland.

Verweise

  • Einige Kapitel aus Basilius' Schrift Über den heiligen Geist hat Carmen Roman übersetzt und online gestellt.


Einzelnachweise

  1. heute "Kayseri" in der Türkei