Bellarmin, Robert

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  • Roberto Francesco Romolo Bellarmino
  • * 4. Oktober 1542 in Montepulciano (Toskana)
  • † 17. September 1621 in Rom


Robert Bellarmin war ein bedeutender Theologe und Kirchenlehrer.


Inhaltsverzeichnis

Leben

Bellarmin studierte in Rom, Florenz, Monreale, Padua und Löwen, wo er 1570 zum Priester geweiht wurde. Papst Gregor XIII. berief ihn an die päpstliche Universität nach Rom. 1599 wurde er in das Kardinalskollegium aufgenommen und zum Bischof geweiht. Beim Prozeß gegen Giordano Bruno wirkte Bellarmin als Großinquisitor mit. In dem Konklave 1605 war Bellarmin einer der aussichtsreichsten Kandidaten.

Der Philosoph Tomas Hobbes beschäftigt sich in den beiden letzten Kapiteln seines Hauptwerks Leviathan beinahe ausschließlich vergeblich mit der Widerlegung Bellarmins, den er häufiger als jeden anderen Autor in diesem Werk zitiert. Sein Leben beschrieb auf italienisch der Jesuit Fuligatti (Rom 1624).

Am 13. Mai 1923 wurde er von Papst Pius XI. selig - und am 29. Juni 1930 heiliggesprochen. 1931 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.

Zitat

Die fünfte Meinung [bzg. eines häretischen Papstes] ist jedenfalls die richtige: Ein manifest häretischer Papst hört bereist dadurch auf, Papst zu sein und Haupt der Kirche, so wie er auch aufhört, Christ zu sein und Glied der christlichen Kirche. So urteilten alle frühen Väter, die lehrten, daß manifeste Härtiker jede Jurisdiktion verlieren.[1]

Werke

  • Disputationes de controversiis christianae fidei adversus hujus temporis haereticos (1593)
  • De Romano Pontifice
  • Christianae doctrinae explicatio (Katechismus)
  • Selbstbiographie verfasst (Ferrara 1761)
  • Gesamtausgaben seiner Werke erschienen in Venedig 1721 (5 Bde.), in Köln 1619 (7 Bde.), in Paris 1874 (12 Bde.)

Verweise



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