Meißen (Bt.)

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  • 968-1559, 1921 wiedererrichtet mit Sitz in Bautzen
  • Sitz in Meißen
  • Residenzen in Wurzen, Bautzen
  • 15. November 1979 Bezeichnung wird in Dresden-Meißen geändert
  • 1980 Verlegung des Bischofssitzes nach Dresden


Das Bistum Meißen wurde 968 von Otto dem Großen gestiftet.


Kathedralkirchen

  • Dom SS. Johannes Evangelist und Donatus, 10.-20.Jh., Wurzen 1559-1581
  • Dom St. Marien, 12.-17.Jh.; Bautzen. rest. 1921-1979
  • Dom St. Petri, 13.-17.Jh. (Konkathedrale)

Geschichte

Auf Vorschlag des Kaisers Otto genehmigte Papst Johannes XIII. auf der Synode zu Raben 967 die Errichtung der drei Bistümer Meißen, Merseburg und Zeitz. Alle drei Bistümer gehörten zum Metropolitanverband des Erzbistums Magdeburg.

Im 12. und 13. Jahrhundert erfolgten auf dem Gebiet des Bistums 72 Klostergründungen, insbesondere von Zisterzienser- und Franziskanerklöstern.

Unter den zahlreichen Schenkungen, die das Bistum in Sachsen und in der Oberlausitz von den Königen und Markgrafen erhalten hatten, waren die Besitzungen in der Gegend von Wurzen und im Bereich Stolpen-Bischofswerda von herausragender Bedeutung. In diesen beiden Gebieten gelang es den Bischöfen und dem Domkapitel im 14. Jahrhundert nämlich, ihre zahlreichen Rechte und Besitzungen soweit zu verdichten und nach außen abzuschließen, daß sie dort faktisch zu Landesherren wurden.

1399 wurde das Bistum Meißen von Papst Bonifaz IX. für exemt erklärt und unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt.

"Reformation"

Während der "Reformation" wurden Teile des Bistums durch kursächsiche "Administratoren" seiner Herrschaft entfremdet. Der letzte Bischof von Meißen, Johann IX. von Haugwitz, trat 1581 zurück. Die zugehörigen Klöster und Stifter wurden geraubt. Nur in der Lausitz blieb das Bistum Meißen bis zu dessen Wiedereinrichtung katholisch und wurden einem Administrator mit Sitz in Bautzen am Dom St. Petri unterstellt. Die Zisterzen Mariental und Marienstern konnten erhalten bleiben.

1743 wurde das Apostolische Vikariat Dresden errichtet. Beide Ämter wurden 1845 in Personalunion vereinigt.

Verweise