Blume, Friedrich

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Friedrich Blume war ein deutscher Musikwissenschaftler.


Leben

  • 1921 mit Studien zur Vorgeschichte der Orchester-Suite im 15. und 16. Jh. promoviert.
  • 1925 mit der Abhandlung Das monodische Prinzip in der protestantischen Kirchenmusik in Berlin habilitiert
  • Mitglied Kampfbund für deutsche Kultur und nach dessen Auflösung 1934 der Nationalsozialistischen Kulturgemeinde an.
  • 1934 wurde er Mitglied des Rotary-Clubs, der von führenden NS-Kulturpolitikern ähnlich argwöhnisch betrachtet wurde wie die Freimaurerlogen.
  • 1933 - 1934 Professor für Musikgeschichte an der Kimu Berlin-Spandau.
  • 1934 Professur Kiel
  • Blume gehörte nicht der NSDAP an
  • 1938: "Musik und Rasse"; Vortrag, in dem er sich geschickt von der NS-Rassenlehre absetzte. Noch 1944 wiederholte Blume in der 2. Auflage seines Buches Das Rasseproblem in der Musik seine Feststellung von 1939, "daß wir von dem Zusammenhange zwischen Musik und Rasse wissenschaftlich vorläufig keinerlei gesicherte Kenntnis haben“. Das Buch gilt sogar teils als "antifaschistisch".


Herausgeber MGG

Das Lexikon erschien in 14 Bänden zwischen 1949 und 1968 unter Blumes Leitung (die Supplementbände und einen Registerband gab seine Tochter Ruth Blume 1973-86 heraus).

  • Von 1947 bis 1962 war er zudem als Präsident der Gesellschaft für Musikforschung maßgeblich am Wiederaufbau der deutschen Musikwissenschaft beteiligt.
  • Bereits 1948 wurde er in das Präsidium der neu gegründeten Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft gewählt. Von 1958 bis 1961 wirkte er als deren Präsident. Er engagierte sich ferner als Organisator beim Aufbau von AIBM und RISM, als Präsident der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft und als Vorsitzender des Joseph-Haydn-Instituts. Für sein Wirken wurden ihm zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen verliehen.^

Verweise