Breitenbich (Kl.)

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Das Kloster Breitenbich war die Keimzelle des Klosters Anrode.


Lage

Das Kloster war in Anrode, nordwestlich von Mühlhausen. Das Kloster befand sich auf dem Gebiet des heutigen Weilers Breitenbich, heute zu Zella gehörig, einem Ortsteil der Gemeinde Anrode. Kirchenrechtlich war es Teil des Erzbistums Mainz (Archidiakonat Heiligenstadt).

Geschichte

Die Gründung stand unter dem Patronat der Gottesmutter Maria (B.M.V.) sowie Aller Heiligen. Der eigentliche Klostername ist unbekannt, erst im 18. Jahrhundert wurde die Bezeichnung des Gutes auch für das ehemalige Kloster verwendet.

Die Kirche und die Konventsgebäude standen vermutlich ca. 300 m südwestlich der heutigen Bebauung von Breitenbich, wo man im 19. Jahrhundert auf Reste von Grundmauern und Steinen stieß.

Das Kloster wurde wahrscheinlich um 1230 gegründet, die Urkunde der Dotierung von 1250 läßt auf einen bereits bestehenden Konvent schließen. Möglicherweise ging die Besiedlung von Kloster Beuren aus. Die wirtschaftliche Grundlage bildeten Güter, die die Erben von Dietrich von Helmsdorf dem Kloster stifteten. Belegt sind 22 Hufen in der Nähe des Klosters sowie ein Hof in Breitenbich selbst.

In einem Gebiet gelegen, in dem die eichsfeldischen Interessen mit denen der Reichsstadt Mühlhausen konkurrierten, litt das Kloster bereits in seiner Frühphase unter Plünderungen, Brandschatzungen und Raub. Im Zuge des thüringisch-hessischen Erbfolgekrieges wurden die Gebäude derart demoliert, das ein geregeltes Ordensleben und ein geregelter Gottesdienst nicht mehr möglich schienen. Die Nonnen fanden Zuflucht im nahen Mühlhausen. Das zerstörte Kloster ging an den Lazarusorden, wobei unklar ist, ob danach hier eine Niederlassung dieses Ritterordens bestand.

Die Schwestern konnten anschließend in Anrode ein neues Kloster aufbauen. Namentlich bekannt ist der Name eines Propsts – Otto, darüber hinaus der einer Schwester, Ottilie Kämmerer, die Tochter des Stifters von Anrode, Heinrich Kämmerer, und später dort Konventsmitglied.


Verweise