Brunnquell aller Güter

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Die Hymne im Werk von J. S. Bach

Text der Hymne

1. Brunnquell aller Güter,
Herrscher der Gemüter,
lebendiger Wind,
Stiller aller Schmerzen,
dessen Glanz und Kerzen
mein Gemüt entzündt,
lehre meine schwache Seiten
deine Kraft und Lob ausbreiten!


2. Starker Gottesfinger,
fremder Sprachen Bringer,
süßer Herzenssaft,
Tröster der Betrübten,
Flamme der Verliebten,
alles Atems Kraft,
gib mir deine Brunst und Gaben,
dich von Herzen lieb zu haben.


3. Bräutigam der Seelen,
lass mich in der Höhlen
deiner Lieblichkeit
Ruh und Zuflucht finden,
lass mich von den Winden
trüber Not befreit,
komm herfür, o Gnadensonne,
küsse mich mit Trost und Wonne.


4. Teure Gottesgabe,
komm, o komm, mich labe,
sieh, ich bin verschmacht,
komm, o mein Verlangen,
komm, mein Lieb, gegangen,
denn mein Herze lacht,
wird von neuem ganz erquicket,
wann es, Labsal, dich erblicket.


5. Wie ein Hirschlein gähnet
sich nach Wasser sehnet,
wann es wird gejagt,
so pflegt mein Gemüte,
Herr nach deiner Güte,
wann es wird geplagt,
tief zu seufzen und im Dürren
nach dir, reicher Strom, zu girren.


6. Wahrer Menschenschöpfer,
unsers Tones Töpfer,
Gott von Ewigkeit,
Zunder keuscher Liebe,
gib, daß ich mich übe
auch im Kreuz und Leid,
alles dir anheim zu stellen,
und mich tröst in allen Fällen.


7. Führe meine Sachen,
meinen Schlaf und Wachen,
meinen Tritt und Gang,
Glieder und Gesichte,
daß mein arm' Gedichte,
daß mein schlecht' Gesang,
Wandel, Werk und Stand für allen,
dir, o Vater, mag gefallen.


8. Laß den Fürst der Höllen
nicht mit Listen fällen
meiner Tage Lauf:
nimm nach diesem Leiden
mich zur Himmelsfreuden,
deinen Diener, auf,
da soll sich mein Mund erheben,
dir ein Halleluja geben,

Verweise