Bruno von Köln

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  • Bruno von Köln
  • * 1030 in Köln
  • † 6. Oktober 1101 in der Kartause La Torre in Kalabrien
  • Gedenktag: 6. Oktober.


Der Heilige Bruno war der Begründer des Kartäuserordens.


Leben

Bruno stammte aus einer alten Kölner Patrizierfamilie, wahrscheinlich aus der der Hardefust. Bruno studierte an den Domschulen in Köln und Reims Philosophie und Theologie. 1056 wurde er Leiter der Domschule von Reims. Im Investiturstreit verteidigte er die Position der Kirche. Als Manasses I. de Gourney Erzbischof von Reims wurde, mußte Bruno vor ihm fliehen und Reims verlassen. Nach der Absetzung Manasses I. 1080 kehrte Bruno nicht nach Reims zurück, sondern trat als Benediktiner in die Abtei Molesme ein.

Im Jahre 1084 erlaubte ihm sein Abt, in der nahe gelegenen Einöde von Seche-Fontaine eine Einsiedelei zu errichten. Bald schlossen sich Bruno weitere Einsiedler an, und das Gelände in Sêche-Fontaine wurde zu klein. So stellte Bischof Hugo von Grenoble Bruno ein Gelände im Chartreuse-Gebirge in den französischen Alpen zur Verfügung, wo Bruno mit sechs Gefährten eine größere Einsiedelei, die Große Kartause, errichtete.

Im Jahre 1090 wurde Bruno von einem seiner ehemaligen Schüler, dem Papst Urban II., als dessen Berater nach Rom berufen. Auf das ihm angebotene Bistum Reggio verzichtete Bruno. Schon 1091 gründete Bruno eine weitere Kartause in La Torre in Kalabrien, das heutige Kloster Santo Stefano del Bosco in Serra San Bruno, wo er bis zu seinem Tod blieb. Bruno starb am 6. Oktober 1101. Papst Leo X. sprach ihn 1514 heilig.

Verehrung

Die Attribute des hl. Bruno sind Buch, Totenschädel, ein Kruzifix, dessen Enden in Blätter ausschlagen, und sieben Sterne. Diese sind zugleich ein Bezug auf eine Vision des Heiligen wie auch auf die besondere Verbindung der Kartäuser zur Gottesmutter. Der hl. Bruno wird gegen Besessenheit und die Pest angerufen.

Verweise