Burgund (AS)

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Begriff

  1. Das Burgundenreich
  2. Fränkisches Teilreich
  3. (König)Reich des Karolingers Karl, Sohn von Kaiser Lothar I., dessen HAuptstadt war Arles, deshalb auch "Arelat"
  4. Herzogtum Burgund
  5. Freigrafschaft Burgund (Franche Comté)
  6. Burgundischer Reichskreis


Orte

  • Bourgogne in Kasablanka
  • Bourgogne im Abschnitt Marne


   Burgund, Region Frankreichs (Départements Côte-d'Or, Nièvre, Saône-et-Loire, Yonne) mit der Hauptstadt Dijon


Historische Territorien bzw. Dynastien – dort auch zu den Personen von Burgund in den Stammlisten:

   Burgunden und deren Reich 443–532 – dort auch zur komplexen Wanderung des Namens
   Burgund (Frankenreich), fränkisches Teilreich 533–879
   Königreich Burgund 879–1378
   Herzogtum Burgund 887–1790, dessen Territorium in etwa der heutigen französischen Region Burgund entspricht
   Älteres Haus Burgund, ab dem 11. Jahrhundert
   Haus Burgund (Portugal), Nebenlinie der Älteren Burgunder, die erste Königsdynastie Portugals 1093–1383
   Freigrafschaft Burgund 1169–1789, die heutige französische Region Franche-Comté
   Haus Burgund, eigentlich Valois-Burgund, und deren Länder 1364–1477
   Landgrafschaft Burgund, Klein-Burgund an der Aare im 13. Jahrhundert
   Burgundischer Reichskreis, Kreis des Heiligen Römischen Reichs 1500–1806


Weinbau:

   Bourgogne (Weinbaugebiet), Appelation der Region Burgund seit 1956
   Bourgogne Aligoté, Weinbaugebiet der Weinbauregion Burgund
   Bourgogne Grand Ordinaire, Weinbaugebiet der Weinbauregion Burgund
   Bourgogne Passetoutgrain, Weinbaugebiet der Weinbauregion Burgund
   Burgund (Weinbaugebiet), Weinregion zwischen Saone und Cluny
   Crémant de Bourgogne, Schaumwein
   Melon de Bourgogne, Traubensorte


Sonstiges:

   Burgund (Schiff), Laborschiff des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz
   Burgunderrot, tiefrote Farbnuance


Siehe auch:

   Borgund

D


Geschichte

Der Name "Burgund" für die Landschaft zwischen Saone und oberem Liger geht auf die ostgermanischen Burgunder zurück, die zwischen 400 und 436 um Mainz und Worms und nach 443 um Genf, Lyon und das Rottengebiet ein eigenes Reich gegründet hatten, das 534 von den Franken zerstört wurde.

Das von den Franken zerstörte Reich zerfiel langfristig in einen zum Deutschen Reich und einen nach Frankreich tendierenden Teil. Im Osten entstand das Königreich Burgund (Hochburgund), im Westen ein französisches Lehensherzogtum, für dessen Gebiet erstmals 1075 der Name Herzogtum Burgund verwendet wurde.

Aus der Auflösung des Königreichs Burgund (1032) ging die Freigrafschaft Burgund als Teil des Heiligen Römischen Reichs hervor. Diese geriet im 13. Jahrhundert immer stärker in den Einflußbereich der Herzöge von Burgund, blieb jedoch Teil des Reichs, bis sie 1678 im Niederländisch-Französischen Krieg von Frankreich annektiert wurde.

Während das eigentliche Herzogtum Burgund als Lehen in den Besitz der französischen Krone eingezogen wurde, sicherte sich das Haus Habsburg durch geschickte Heiratspolitik die bedeutendsten Besitzungen des Hauses Burgund-Valois, namentlich Flandern und die Freigrafschaft.