Burkard (Hl.)

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  • auch Burkhard oder altenglisch Burgheard
  • * 683 in England
  • † 755 in Homburg am Main
  • ▭ St. Andreas in Würzburg
  • 742 bis 754


Burkard war der erste Bischof von Würzburg.

Leben

Burkard stammte aus Südwestengland und wurde Anfang 742 von Bonifaz zum ersten Bischof von Würzburg eingesetzt. Wie Bonifaz von Fulda war auch Burkard von vornehmer Herkunft. Seine Heimat war wahrscheinlich das westliche Südengland. Auch er war wie Bonifatius Benediktiner. Der Angelsachse Burkard, geboren um 683 bis 685, wurde mit 30 Jahren wahrscheinlich von Bonifatius zum Priester geweiht und zog um 715 oder kurz darauf aufs Festland zur Missionsarbeit. Die erste Zeit als Bischof soll er noch laut der Chronik von Lorenz Fries in Neustadt gewesen sein.

Burkard war ab 738 mit höchster Wahrscheinlichkeit 1. Abt im Kloster Rorlach. Er besuchte die Synoden von 742 bis 747. Es handelte sich um die Reichsversammlungen und Synoden in Düren 747. Im Auftrag von Pippin dem Jüngeren reiste er gemeinsam mit Abt Fulrad von Saint Denis bei Paris 750/751 nach Rom. Dort holte er von Papst Zacharias die Erlaubnis zur Absetzung des letzten Merowingers – Childerich III. – ein.

In seiner Diözese war Burkard vor allem um deren Ausbau bemüht, da die Franken trotz der Missionierung durch Kilian und seiner Gefährten Kolonat und Totnan wieder zum Heidentum tendierten. Im Jahr 750 gründete Burkard das Kloster Sankt Andreas in Würzburg, das später in Sankt Burkard umbenannt wurde.

Laut Überlieferung legte er im Frühjahr 754 seine Ämter nieder und wurde Einsiedler bei Homburg/Main, wo er im darauf folgenden Jahr 755 starb. Seine Gebeine wurden am 11. Oktober 988 in das von ihm im Jahre 750 begründete Würzburger Kloster überführt.

Verehrung

Im Mittelalter wurde das Fest des heiligen Burkard im Bistum Würzburg wie die anderen Hochfeste gefeiert. Der Burkardusweck, ein Brot in Ringform, war ein Volksbrauch. Von den Gläubigen wird der heilige Burkard als Helfer gegen Gelenkschmerzen und Rheumatismus, sowie Stein- und Nierenleiden und Lendenschmerzen verehrt.

Gedenktag des Heiligen ist der 2. Februar, die Erhebung seiner Gebeine wird am 14. Oktober gefeiert.


Patrozinien

  • Marienkapelle in Bad Kissingen
  • St. Burkard, Geiselwind
  • St. Burkhard, Hohenfelden
  • St. Burkard, Hardheim
  • St. Burkhard, Messelhausen
  • St. Burkard, Oberailsfeld, Gemeinde Ahorntal
  • St. Burkard, Obernbreit
  • St. Burchard, Oedingen
  • St. Burkard, Oerlenbach
  • St. Burkhard, Uiffingen
  • St. Burkard, Würzburg
  • St. Burkard, Mettmenstetten

Verweise