Cum ex apostolatus Officio

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Die Bulle Cum ex Apostolatus officio ist ein lehramtliches Dokument Pauls IV. vom 15. Februar 1559. Die Bulle wurde vom Nachfolger Pauls, dem hl. Pius V. mit seinem Motu propio Inter multiplices bestätigt und fand Eingang in das Kirchenrecht von 1917, das nach wie vor gültig ist.

Die Bulle drückt die Lehre der Kirche, nach der ein Häretiker oder ein Apostat kein Mitglied der Kirche ist und aus diesem Grund kein Kirchenamt besitzen aus. Daraus folgt, daß die Häretiker und Irrlehrer Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus kein kirchliches Amt ausgeübt haben und folglich keine Päpste waren.

Paul VI. formuliert in der Bulle:

„Sollte es irgend einmal geschehen, daß ein erwählter Papst vom katholischen Glauben abweicht oder der Häresie verfällt, dann wäre seine Wahl, auch wenn diese durch das gesamte Kardinalskollegium erfolgt sein sollte, rechtlich unwirksam, sowie null und nichtig. Alle rechtlichen Akte, Gesetzgebungen und Ernennungen eines solchen unwirksam gewählten Papstes, sind ebenfalls rechtlich ungültig.“

Paul ordnete ferner an, daß all diejenigen, die von einem solchen Papst für ein kirchliches Amt bestimmt würden, „durch die schlichte Tatsache und ohne weitere Erklärungen, alle Würden, Positionen, Ehren, Titel, Autorität, Ämter und Macht“ verlustig gingen.

Gegner

Johannes Rothkranz lehnt die sedisvakantistische Interpretation der Bulle ab und behauptet in seiner schroffen Art: „Davon, daß in der Bulle Cum ex Apostolatus officio der von selbst eintretende Amtsverlust eines schon vor oder auch erst nach seiner Wahl notorisch häretischen Papstes unfehlbar definiert würde, kann … absolut keine Rede sein.“[1]

Verweise


Einzelnachweise

  1. Rothkranz: Konzilserklärung. Durach 1995, S. 1545