Danket dem Herren, lobt ihn frei

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  • Versmaß 8 - 7 :| 8 - 8 - 7

Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Danket dem HERRN und predigt seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!

2 Singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern!

1. Danket dem Herren, lobt ihn frei

und predigt seinen Namen,
verkündigt sein Tun ohne Scheu
den Völkern allzusammen!
Macht von dem Herren Lieder gut,
und lobet ihn mit fröhlich'm Mut,
und sagt von seinen Wundern.

3 Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!

4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allewege!

2. Rühmet den heilig'n Namen sein,

laßt euer Herz sich freuen,
die ihr in Furcht des Glaubens rein
ihn suchet ohne Scheuen.
Fragt nach dem Herr'n und seiner Macht,
und nehmt allweg in gute Acht,
daß ihr sein Antlitz suchet.

5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und der Gerichte seines Mundes,

6 ihr, der Same Abrahams, seines Knechtes, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten!

3. Abrahams Sam' vernehm' es recht,

ihr Kinder Jakobs merket!
Ihr seid das auserwählt' Geschlecht,
gedenkt des Herren Werke!
Groß Wunderwerk hat Gott getan,
drum nehmt euch seines Wortes an,
daß ihr's nimmer vergesset.

7 Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt.

8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, des Wortes, das er verheißen hat auf tausend Geschlechter,

4. Er ist ja unser Gott und Herr,

der alle Welt recht richtet.
Des Bund's vergißt er nimmermehr, den er durch's Wort gestiftet.
Was er verheißen mit ei'm Schwur,
auf so viel tausend für und für,
das wird er g'wißlich halten.

9 den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak;

10 und stellte es Jakob zu einem Rechte und Israel zum ewigen Bunde
11 und sprach: "Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,"

5. Ein Bund macht er mit Abraham,

schwur Isaak mit ei'm Eide.
Er stellt das Recht auf Jakobs Sam' kräftig zu ew'gen Zeiten.
Er macht mit ihnen den Verstand,
er soll der Kananiter Land
das Los ihr's Erbes bleiben.

12 da sie wenig und gering waren und Fremdlinge darin.

13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern Volk.

6. Anfangs sie waren sehr gering,

und wenig an der Zahle,
wohnten im Land als Fremdeling,
Ausländer allzumale,
von Volk zu Volk sie zogen gleich,
durchwanderten manch Königreich,
bis sie das Land einnahmen.

14 Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen.

15 „Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!“

7. Gott leitet sie in seinem Schutz,

niemand durft' sie betrüben.
Es wagten's König mit eim Trutz,
die all auf'm Platze blieben.
Mein G'salbten tastet mir nicht an,
meine Propheten laßt mir gahn,
daß ihn'n kein Leid begegne.

16 Und er ließ Teuerung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.

17 Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knecht verkauft.
18 Sie zwangen seine Füße in den Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen,

8. Teurung Gott kommen ließ ins Land,

des Brots Vorrat entginge.
Ein Mann für ihnen hin er sandt,
Joseph, dem sollt gelingen,
er ward verkauft in Dienstbarkeit,
in Band und Eisen lag sein Leib,
sein' Füß' in Stock gezwungen.

19 bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchläuterte.

20 Da sandte der König hin und ließ ihn losgeben; der HERR über Völker hieß ihn herauslassen.

9. Dies währt so lang, bis Gott der Herr

sein Wort an ihm erfüllet
und ihn, durchs Kreuz gar wohl bewährt,
erhöht nach seinem Willen.
Der König in Ägyptenland
ein großer Herr, sein Boten sandt,
hieß ihn wieder los geben.

21 Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter,

22 daß er seine Fürsten unterwiese nach seiner Weise und seine Ältesten Weisheit lehrte.

10. Er setzte ihn zum Herren ein

über sein Haus und Güter.
Er sollt' des Landes Vater sein,
allen Unrat verhüten.
Durch ihn ward Gottes Recht bekannt,
Fürsten und Ältesten im Land
Joseph sie Weisheit lehrte.

23 Und Israel zog nach Ägypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.

24 Und er ließ sein Volk sehr wachsen und machte sie mächtiger denn ihre Feinde.

11. Israel in Ägypten kam,

dahin der Herr sie führte.
Ein' gute Zeit im Lande Ham
Jakob ein Fremdling wurde.
Da ließ Gott sein Volk wachsen sehr,
daß sie wurden viel mächtiger,
als ihre Feinde waren.

25 Er verkehrte jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten, seine Knechte mit List zu dämpfen. 12. Das brachte den Ägyptern Schmerz

im Land an allen Orten.
Darob sich gar verkehrt ihr Herz,
dem Volke sie gram worden.
Mit List sie waren d'rauf bedacht
und wandten dran all ihre Macht,
des Herren Volk zu dämpfen.

26 Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er erwählt hatte.

27 Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.

13. Gott sandt Mosen, sein treuen Knecht,

den er ihm hat erwählet
und Aaron zum Priester recht,
hernach von ihm bestellet.
Die beide täten Zeichen groß
und Wunder über alle Maß
in der Ägypter Lande.

28 Er ließ Finsternis kommen und machte es finster; und sie waren nicht ungehorsam seinen Worten.

29 Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische.

14. Im Dienst des Herren auf sein Wort

vor Pharao sie stunden.
Es war finster an allem Ort,
kein Stich man sehen kunnte.
Das Wasser ward in Blut verwandt,
in allen Strömen durch das Land
die Fisch getötet wurden.

30 Ihr Land wimmelte Frösche heraus in den Kammern ihrer Könige.

31 Er sprach: da kam Ungeziefer, Stechmücken in all ihr Gebiet.

15. Die Kröten wimmelten herfür

und krochen aus der Erden.
In Königs Lag'r (da half kein Tür),
man kunnt ihr nicht los werden.
Gott sprach, da kam Un'ziefer dar,
Menschen und Vieh voll' Läuse war'n,
in allen ihren Grenzen.

32 Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande

33 und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Gebiet.

16. Den Hagel er zum Regen gab

mit grausam'n Donnerschlägen.
Die Feuerflammen fuhr'n herab,
da kunnt man nichts erhegen.
Die Weinstöck' und die Feigenbäum'
durchs Land Ägypten ingemein
all'samt zerschlagen wurden.

34 Er sprach: da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl.

35 Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Früchte auf ihrem Felde.

17. Auf Gottes Wort sich stellten ein

die Käfer und Heuschrecken.
Der' mußt' ein solche Anzahl sein,
daß sie das Land bedeckten.
Die Frücht' und alles Laub und Gras
das Ungeziefer rein weg fraß,
da bleibt nichts stehn im Felde.

36 Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle Erstlinge ihrer Kraft. 18. Endlich ward alle Erstgeburt

in einer Nacht erschlagen.
Kein Mensch sein Tag hat nie gehört
so großen Jammer klagen.
Es war kein Haus im ganzen Land,
da man nicht einen Toten fand,
es kost' den ersten Erben.

37 Und er führte sie aus mit Silber und Gold; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen. 38 Ägypten ward froh, daß sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen. 19. Gott führet aus sein Volk zur Stund,

mit großem Gut beladen.
Sie zogen aus frisch und gesund
ohn' all' Bresten und Schaden.
Ägypten kam in Schrecken groß,
drum da sie dies Volks war'n los,
ihr Herz erleichtert wurde.

39 Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer, des Nachts zu leuchten. 20. Des Herren Macht und Herrlichkeit

gezeiget ward seim Volke.
Denn über sie war ausgebreit'
zur Deck ein lichte Wolke.
Die Feuersäul' des Nachts erschein',
daß sie gehn kunnten aus und ein
ohn' Furcht an wüsten Orten.

39 Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer, des Nachts zu leuchten.

41 Er öffnete den Felsen: da floß Wasser heraus, daß Bäche liefen in der dürren Wüste.

21. Da sie riefen zu ihrem Gott,

da ließ er Wachteln kommen
und sättigt sie mit Himmelbrot
zu ihrem Nutz und Frommen.
Der Herr öffnet den Felsen hart,
draus Wasser, wider seine Art,
an dürrem Ort mußt fließen.

42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, das er Abraham, seinem Knecht, hatte geredet.

43 Also führte er sein Volk in Freuden und seine Auserwählten in Wonne.

22. Was Gott zusagt durch's heilig Wort

Abraham seinem Knechte,
Das hat er nu geleistet fort
gar treulich sei'm Geschlechte.
Er hat sein Volk zu rechter Zeit
erlöst und ausgeführt mit Freud'
sein liebe Auserwählten.

44 und gab ihnen die Länder der Heiden, daß sie die Güter der Völker einnahmen,

45 auf daß sie halten sollten seine Rechte und sein Gesetze bewahren. Halleluja!

23. Der Heiden Land sie nahmen ein

das der Herr ihnen gabe,
dadurch sie mächtig worden sein,
der Feinde Gut und Habe.
Das tat der Herr Jakobs Geschlecht
auf daß sie hielten seine Recht'
und sein Gesetz bewahrten.

Verweise