Der Segen des Herrn machet reich ohne Mühe

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Das Werk

Es handelt sich um eine leider verschollenen Kantate von Johann Sebastian Bach zum 5. Sonntag nach Trinitatis. Diese Kantate wurde am 1. Juli 1725 uraufgeführt.


Text

Dictum: Der Segen des Herrn machet reich ohne Mühe

Der Segen des Herrn machet reich ohne Mühe.[1]

Rezitativ: Was hab' ich noch zu hoffen

Was hab' ich noch zu hoffen?
Des Tages Last und Hitze macht mir heiß,
die Sorgen aber bange.
Der Segen bleibt zu lange
und will mein Haus gar nicht beziehen,
Was hilft mir mein Bemühen?
Wenn tausend Tropfen Schweiß
von mir getroffen,
und wird die Nacht
mit Kummer hingebracht,
so kann ich doch nichts vor mich bringen
und habe stets dies Klagelied zu singen:
Ich hab hier wenig guter Tag,
mein täglich Brot ist Müh' und Plag',
die Nahrung ist zu schlecht,
der Vorrat wird geschwächt.
Wo endlich her zu nehmen?
Ach, sollt' ich mich nicht grämen!

Dictum: Wohl dem, der den Herrn fürchtet

Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen gehet! Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit. Wohl dir, du hast es gut![2]

Arie: Was sorgst du doch so ängstlich

Was sorgst du doch so ängstlich,
Gott lebt ja noch und sorgt für dich!

Drum stelle dein Herze zufrieden,
er ist dein Licht, dein Trost und Heil,
er läßt dich nicht und hat dein Teil
dir zeitlich und ewig beschieden.

Choral: Sing, bet und geh auf Gottes Wegen

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu.
Und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verläßt er nicht.[3]

Arie: Drum tu nur das, was dir gebührt

Drum tu nur das, was dir gebührt,
das and're laß, wie er dich führt.
Nach Gottes Gedeihen sich fügen,
wer ihm vertaut und liebt sein Wort,
hat wohl getan und wird sich fort
nach Wunsche des Herzens vergnügen.

Choral: Hierauf so sprech ich "Amen"

Hierauf so sprech ich "Amen"
und zweifle nicht daran,
Gott wird es allzusammen,
ihm wohlgefallen lahn.
Und streck drauf aus mein Hand,
greif an das Werk mit Freuden,
dazu mich Gott bescheiden
in mein'm Beruf und Stand.[4]

Verweise


Einzelnachweise

  1. Spr. 10, 22 (bei Luther "macht reich")
  2. Ps. 128, 1-2
  3. Georg Neumark, "Wer nur den lieben Gott läßt walten", Str. 7
  4. Georg Niege "Aus meines Herzens Grunde" (Morgenlied), Str. 6