Der Tag, der ist so freudenreich

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  • Autor: Das lateinische Lied Dies est laetitiae verdeutscht und erweitert von Martin Luther
  • Weise: Eigene Weise 15. Jh., Wittenberg 1529
  • Versmaß |: 8 - 6 :|: 8 - 8 - 6 :|


Das Lied

Dieses Liedd existierte als lateinischer und deutscher Weihnachtsgesang bereits Jahrhunderte vor Luther. In der überlieferten Form kann man von einer Redaktion Luthers reden. Luther verwendete das Lied auch in Predigten als (falsches) Beispiel für seine überspitzte Christologie.

Das Versmaß des Liedes ist im Abgesang etwas uneinheitlich. Dies sollte bei der Erstellung eines Gesangbuchs oder einer Komposition bereinigt werden.

Die Weise im Werk J. S. Bach's

  • Der Tag, der ist so freudenreich. Vierstimmiger Choralgesang BWV 294
  • Der Tag, der ist so freudenreich. Choralbearbeitung aus dem Orgelbüchlein
  • Der Tag, der ist so freudenreich. Orgelchoral BWV 719

Weitere Vertonungen

Text der Hymne

1. Der Tag, der ist so freudenreich,
aller Kreature,
denn Gottes Sohn vom Himmelreich
über die Nature
von einer Jungfrau ist gebor'n,
Maria, du bist auserkorn,
daß du Mutter wärest.
Was geschah so wundergleich?
Gottes Sohn vom Himmelreich,
der ist Mensch geboren.


2. Ein Kindelein so löbelich
ist uns geboren heute
von einer Jungfrau säuberlich,
zu Trost uns armen Leuten.
Wär' uns das Kindlein nicht gebor'n,
so wär'n wir allzumal verlorn,
das Heil ist unser aller.
Ei du süßer Jesu Christ,
daß du Mensch geboren bist,
behüt' uns vor der Hölle.


3. Groß Wunderding sich bald begab,
wie uns die Schrift tut melden.
Ein Engel kam vom Himmel herab
zu'n Hirten auf das Felde.
Ein großes Licht sie da umfing,
der Engel Gottes zu ihn' ging,
verkündt ihn' neue Märe,
daß zu Bethlehem in der Stadt
ein Jungfrau den geboren hat,
der aller Heiland wäre.


4. Die Hirten wurden freudenvoll,
da sie den Trost empfingen,
ein jeder das Kind sehen wollt,
gen Bethlehem sie gingen.
In einer Kripp, gewickelt ein,
da fanden sie das Kindelein,
wie ihn' der Engel saget,
sie fielen nieder all' zugleich
und lobten Gott vom Himmelreich,
der sie so hätt' begnadet.


5. Dem sollen wir auch danken schon
um seine großen Gaben,
die wir sein' allerliebsten Sohn
von ihm empfangen haben
in eines kleinen Kinds Gestalt,
der doch regiert mit aller G'walt
im Himmel und auf Erden.
Dem sei Lob, Ehr und Preis bereit'
samt Heil'gem Geist in Ewigkeit
von allen Kreaturen.

Verweise