Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur

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Die Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK) e.V. mit Sitz in Frankfurt (Main) ist ein 1983 gegründeter Verein, eine "private Initiative ohne offizielle Bindung an Kirchen oder politische Parteien" mit einer katholischen Orientierung sowie einem überkonfessionellen Tätigkeitsbereich. Vorsitzender ist Benno Hofschulte.

Tätigkeiten

Die Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur – DVCK e.V. tritt in der Öffentlichkeit mit drei Aktionen oder Initiativen auf:

  1. Die Aktion SOS Leben besteht seit 1990 und beschäftigt sich in erster Linie mit der Abtreibungsproblematik (§ 218 StGB). Nachrangig werden bioethische Themen wie Stammzellenforschung, Klonen usw. behandelt. Leiter der Aktion ist Benno Hofschulte.
  2. Die Aktion Kinder in Gefahr behandelt die Themen Jugendmedienschutz, Familienpolitik und ähnliche. Leiter der Aktion ist Mathias von Gersdorff.
  3. Die Aktion führt öffentliche Kampagnen durch und gibt Publikationen zu diesen Themen heraus. Im Internet führt die Aktion Initiativen gegen die Zeitschrift Bravo, gegen Gotteslästerung, und gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

Kinder in Gefahr ist in Youtube mit dem Konto aktionkig präsent. Dort wird regelmäßig zu Themen wie gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, Lebensrecht u. a. Stellung genommen. Anläßlich der Bundestagswahl 2009 stellte die Aktion einen Katalog von Mindestforderungen an die Bundeskanzlerkandidaten bezüglich der Medien- und Familienpolitik, worauf die CDU antwortete.

Regelmäßig haben sich Jugendschutzbehörden mit den Protestaktionen auseinandergesetzt, wie beispielsweise die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien oder die Kommission für Jugendmedienschutz.

Ferner gibt der Verein unter dem Namen Aktion Deutschland braucht Mariens Hilfe katholische Bücher und Kleinschriften heraus] und vertreibt katholische Devotionalien wie den Rosenkranz und die Wundertätige Medaille. Leiter dieser Aktion ist Karl Schaffer.

Die DVCK e.V. hat an den 1000-Kreuze-Protestzügen gegen Abtreibung in Berlin, München und Münster teilgenommen. Ebenso ist der Verein seit Jahren an der "March for Life“ in Washington präsent. Der Verein hat sich wiederholt für die Wiedereinführung von Religion als Wahlpflichtfach anläßlich des Berliner Volksbegehren Pro Reli vom 26. April 2009 ausgesprochen.

Medienresonanz und Kritik

Die Initiativen gegen Bravo haben immer wieder Echo in den Medien gefunden und wurden unter anderem im Internet über die Google-Dienste Adwords und Youtube beworben. Die taz berichtete von über 10.000 Teilnehmern.

Über die Aktionen gegen Bravo berichteten auch TZ], ein Weblog auf welt.de, sowie verschiedene christlich-konservative Informationsdienste.

Über zwei Initiativen gegen Gotteslästerungen berichtete "Die Welt" [25][26]. In den Internetauftritten werden regelmäßig Aussagen von Papst Benedikt XVI. zu Themen wie Abtreibung, Familie oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften dokumentiert. Zu Kritik aus Verbänden wie dem LSVD oder MdB Volker Beck (Kondomdebatte während der Papstreise nach Afrika im Jahr 2009 z. Bsp.) an Papstaussagen wird systematisch mit Gegenkommentaren reagiert und die Position aus Rom verteidigt.

"Deutschtümelei, gepaart mit unseriösen Werbemethoden" warf im Jahr 1994 Kurt-Helmuth Eimuth von der Evangelischen Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen dem Verein vor.[27] Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat 2007 darauf hingewiesen, daß der Verein keine kirchliche Anbindung hat, und empfiehlt Zurückhaltung in der finanziellen Unterstützung bei der Verbreitung von katholischen Büchern und Devotionalien.[28]

Steuerrechtlicher Status des Vereins

Die DVCK e.V. versteht sich als politischer Verein und ist deshalb aufgrund der Abgabenordnung nicht gemeinnützig (§§ 51-68 AO BG BI I S. 613, ber. 1977 I S. 269). Er verlor nach eigenen Angaben 1995 den Status der Gemeinnützigkeit. Der Verein hat wiederholt den Status beim Finanzamt Frankfurt am Main (Beeinflussung der politischen, bzw. staatlicher Meinungsbildung und die Einflußnahme auf politische Entscheidungen) in Publikationen und in den Internetauftritten erläutert.

Pater Lingen zum DVCK

Pater Lingen zum DVCK: Wir unterstützen den DVCK nicht. Gründe:

  1. Die Selbstdarstellung: „Die Orientierung ist katholisch“, entspricht nicht den Tatsachen, d.h. der Verein ist nicht katholisch.
  2. Der „Feind Nr. 1 der Kinder“ und generell der gottgewollten Ordnung ist NICHT die Zeitschrift BRAVO, die nur ein Symptom unserer gottlosen Zeit ist. Viel schlimmer, sowohl hinsichtlich der Sittenverderbnis als auch v.a. hinsichtlich der Breitenwirkung sind der Staat, also die Völkermordrepublik Deutschland, und die „römisch-katholische Kirche e.V.“, also die V2-Sekte.

Exemplarisch sei hier an die staatliche Initiative „Mach´s mit“ oder den „katholischen“ Weltbild-Verlag erinnert. Seitens „Bravo“ haben wir noch keine … Verfolgung erlebt, aber von Staat und V2-Sekte kennen wir solche Aktionen bis zum Erbrechen.

Insofern ähnelt unsere Haltung zur DVCK derjenigen zur Christlichen Mitte.

Verweise



Einzelnachweise