Die Elenden sollen essen

Aus Monarchieliga
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  • BWV 75
  • BC A 94

Text des Werks

Teil 1

Chorus: Die Elenden sollen essen

Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden,
und die nach dem Herrn fragen, werden ihn preisen.

Euer Herz soll ewiglich leben.

Rezitativ: Was hilft des Purpurs Majestät

Was hilft des Purpurs Majestät,
da sie vergeht?
Was hilft der größte Überfluß,
weil alles, so wir sehen,
verschwinden muß?
Was hilft der Kitzel eitler Sinnen,
denn unser Leib muß selbst von hinnen?
Ach, wie geschwind ist es geschehen,
daß Reichtum, Wollust, Pracht
den Geist zur Hölle macht!

Arie: Mein Jesus soll mein alles sein

Mein Jesus soll mein alles sein!

Mein Purpur ist sein teures Blut,
er selbst mein allerhöchstes Gut,
und seines Geistes Liebesglut
mein allersüß'ster Freudenwein.

Rezitativ: Gott stürzet und erhöhet

Gott stürzet und erhöhet
in Zeit und Ewigkeit.
Wer in der Welt den Himmel sucht,
wird dort verflucht.
Wer aber hier die Hölle überstehet,
wird dort erfreut.

Arie: Ich nehme mein Leiden mit Freuden auf mich

Ich nehme mein Leiden mit Freuden auf mich.

Wer Lazarus' Plagen
geduldig ertragen,
den nehmen die Engel zu sich.

Rezitativ: Indes schenkt Gott ein gut Gewissen

Indes schenkt Gott ein gut Gewissen,
dabei ein Christe kann
ein kleines Gut mit großer Lust genießen.
Ja, führt er auch durch lange Not
zum Tod,
so ist es doch am Ende wohlgetan.

Choral: Was Gott tut, das ist wohlgetan, muß ich den Kelch

Was Gott tut, das ist wohlgetan,
muß ich den Kelch gleich schmecken,
der bitter ist nach meinem Wahn,
laß ich mich doch nicht schrecken,
Weil doch zuletzt,
ich werd ergötzt,
mit süßem Trost im Herzen,
da weichen alle Schmerzen.

Teil 2

Choral: Sinfonie zu K. 75 II[1]

Rezitativ: Nur eines kränkt ein christliches Gemüte

Nur eines kränkt
ein christliches Gemüte:
Wenn es an seines Geistes Armut denkt.
Es gläubt zwar Gottes Güte,
die alles neu erschafft,
doch mangelt ihm die Kraft,
dem überird'schen Leben
das Wachstum und die Frucht zu geben.

Arie: Jesus macht mich geistlich reich

Jesus macht mich geistlich reich.

Kann ich seinen Geist empfangen,
will ich weiter nichts verlangen;
denn mein Leben wächst zugleich.
Jesus macht mich geistlich reich.

Rezitativ: Wer nur in Jesu bleibt

Wer nur in Jesu bleibt,
die Selbstverleugnung treibt,
daß er in Gottes Liebe
sich gläubig übe,
hat, wenn das Irdische verschwunden,
sich selbst und Gott gefunden.

Arie: Mein Herze glaubt und liebt

Mein Herze glaubt und liebt.

Denn Jesu süße Flammen,
aus den' die meinen stammen,
geh’n über mich zusammen,
weil er sich mir ergibt.

Rezitativ: O Armut, der kein Reichtum gleicht

O Armut, der kein Reichtum gleicht!
Wenn aus dem Herzen
die ganze Welt entweicht
und Jesus nur allein regiert.
so wird ein Christ zu Gott geführt,
gib, Gott, daß wir es nicht verscherzen!

Choral: Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich

Was Gott tut, das ist wohlgetan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben;
So wird Gott mich
ganz väterlich
in seinen Armen halten,
drum laß ich ihn nur walten.


Verweise




Einzelnachweise

  1. Einzige Choralbearbeitung Bachs für Orchester