Die Himmel, Herr, preisen sehr

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  • Die Strophen 4 und 5 hat Becker anscheinend aus dem Luther-Lied "Nun komm, der Heiden Heiland" übernommen.
  • Versmaß 7 - 7 - 7 - 7


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein gülden Kleinod Davids.
1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2 Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. 1. Die Himmel, Herr, preisen sehr

dein gött’liche Macht und Ehr,
auch die feste rühmt die Gnad,
die dein Hand gewirket hat.

3 Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.

4 Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre.
5 Ihre Schnur geht aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende. …

2. Ein Tag sagt’s dem andern an,

durch die Nacht wird’s kundgetan,
allen Sprachen wird’s bekannt,
ihr Schnur geht durch alle Land.

… Er hat der Sonne eine Hütte an ihnen gemacht; 3. Schön geht auf die liebe Sonn’,

bringet der Welt Freud’ und Wonn’,
Gottes eingeborner Sohn
kommt herfür aus seinem Thron.

6 und dieselbe geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held zu laufen den Weg.
4. Er geht aus der Kammer sein,

dem kön’glichen Saal so rein,
Gott von Art und Mensch ein Held
sein Weg er zu laufen eilt.

7 Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.
5. Sein Lauf kommt vom Vater her

und geht wieder zum Vater,
fährt hinunter zu der Höll’,
und wieder zu Gottes Stuhl.

8 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Unverständigen weise.
6. Dein Wort, Herr, ist ohne Fehl,

gibt Freud’ der betrübten Seel,
deine Zeugnis fest und g’wiß
machen klug, was alber ist.

9 Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.
7. Richtig, Herr, sind dein Gebot,

erfreuen das Herz in Not,
bringen Licht und Seligkeit.
Gott’sfurcht bleibt in Ewigkeit.

10 Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich; die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.

11 Sie sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer denn Honig und Honigseim.

8. Wahrhaftig sind deine Recht,

Ohne Tadel recht und schlecht,
köstlicher denn Gold sie sein,
und süßer als Honigseim.

12 Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hält, der hat großen Lohn. 9. Herr, dein Wort uns reichlich lehrt

und mit großem Lohn verehrt,
so wir nur als treue Knecht,
in deiner Furcht bleiben recht.

13 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! 10. Wenn niemand, Herr, merken kann,

wie oft er Unrecht getan,
bitten wir demütiglich,
deck zu, was wir wissen nicht.

14 Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen, 11. Deinen Knecht vor Stolz bewahr,

daß ich nicht komm in Gefahr,
dei’m Wort nicht zuwider leb,
noch der Sünden mich ergeb’.

… so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben großer Missetat. 12. So wird durch dein Gut allein

mein Herz stets ohn Wandel sein
und sicher durch deine Gnad’
steh’n ohn Sünd und Missetat.

15 Laß dir wohl gefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens

vor dir, HERR, mein Hort und mein Erlöser.

13. Was von dir, Herr, bitt der Mund,

geht mir recht von Herzensgrund,
Gib mir’s ja nach deinem Wort,
mein Erlöser und mein Hort.


Verweise