Die drei Irrtümer der FSSPX

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Die bekannte sedisvakantistische Homepage Novus Ordo Watch veröffentlichte Mitte August [2007] eine Predigt. Der Prediger äußert sich darin über die Denkfehler der Priesterbruderschaft St. Pius X. Er entlarvte dabei drei Irrtümer.


Erster Irrtum: Kirche kann schlechtes vorschreiben

Als ersten Irrtum nennt er die bei der Piusbruderschaft verbreitete Vorstellung, wonach die gegenwärtige Katholische Kirche ihren Gläubigen Schlechtes gebieten könne. Diese Ansicht sei auf dem Konzil von Trient (1545-1563) ausdrücklich verurteilt worden. Dort heißt es:

„Jeder, der sage, daß Zeremonien, Kleidung und die äußeren Zeichen, welche die Kirche für die Zelebration der Messe vorschreibt, der Frömmigkeit schaden statt dienen, sei ausgeschlossen.“

Gegen diese Aussage erkläre die Piusbruderschaft ausdrücklich, daß die Neue Messe schlecht sei und den katholischen Glauben zerstöre. Gleichzeitig anerkenne die Piusbruderschaft die Päpste seit dem Konzil als echte Nachfolger Petri. Damit lehre sie implizit, daß die Kirche etwas Schlechtes verordnen könne. Das ist falsch!

Zweiter Irrtum: Papst mit Bischöfen fehlbar

Als zweiten Irrtum lehre die Piusbruderschaft, daß der Papst in Verbindung mit den Bischöfen fehlen könne. Infolgedessen liege es am einzelnen Gläubigen zu entscheiden, welche Lehre wahr und welche falsch sei. Doch mit dieser Ansicht widerspreche die Piusbruderschaft der feierlichen Verkündigung über die Unfehlbarkeit der Kirche des Ersten Vatikanischen Konzils (1869-1870). Dort werde definiert, daß eine vom Papst in Gemeinschaft mit den Bischöfen verkündete Lehre durch die Verheißungen Christi vor Irrtum bewahrt bleibe.

Der Priester erklärt, daß die Piusbruderschaft einen Widerspruch zwischen dem "Zweiten Vatikanischen Desaster“ und der traditionellen Kirchenlehre anerkenne. Das führe jedoch zum unausweichlichen Schluß, daß das Zweite Vatikanum nicht von wahren Bischöfen und von einem wahren Papst stamme.

Dritter Irrtum: Man darf dem Papst widerstehen

Der dritte Irrtum der Piusbruderschaft besteht nach Ansicht des sedisvakantistischen Priesters in der dort vertretenen Auffassung, daß man sich dem Papst widersetzen dürfe. Das könne ein echter Katholik niemals tun, da ein wahrer Nachfolger Petri die universelle Jurisdiktionsgewalt besitze. Schon Papst Bonifaz VIII. habe im Jahr 1302 in seiner berühmten Bulle Unam Sanctam erklärt, daß es für das Seelenheil notwendig sei, sich dem Papst unterzuordnen.

Der sedisvakantistische Priester erinnerte in diesem Zusammenhang an die Predigt des Generaloberen der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, die er bei Priesterweihen Ende Juni in den USA gehalten hat. Der Generalobere sei damals auf die Verhandlungen seiner Bruderschaft mit dem Vatikan zu sprechen gekommen. Dabei habe er gesagt: „Es wird keinen Kompromiß geben.“ Daraufhin hätten die Meßbesucher aufgeatmet. Der Sedisvakantisten sieht darin ein klares Zeichen, daß die anwesenden Gläubigen nicht mit dem Papst vereint sein wollen.

Das Zeichen für einen römischen Katholiken sei aber, sich dem römischen Pontifex zu unterwerfen. Die Piusbruderschaft habe die Lehre von der Unterordnung unter den Papst unterwandert. Sie verbreite diesen Irrtum seit 36 Jahren auf der ganzen Welt. Der einzelne Katholik fälle plötzlich ein persönliches Urteil über die Lehren und Gesetze des Papstes. Damit habe die Piusbruderschaft den Glauben unzähliger Laien sowie von zwei oder drei Generationen von Priestern verdorben.

Verweise