Die kirchlichen Verhältnisse in Köslin

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Erinnerungen an die kirchlichen Verhältnisse in Köslin im Anfang dieses Jahrhunderts


Dieser Aufsatz stammt von der Hand meines Großvaters Pfarrer Fritz Möller, Eckernförde. Mein Großvater war als Pfarrer in Dramburg (Hinterpommern), Stettin-Frauendorf und anderen Orten tätig. Er lebte von 1892 bis 1969. Die Unterstreichungen sind vom Verfasser. Flüchtigkeitsfehler wurden stillschweigend korrigiert.


Köslin und Superintendent Braun

Meine Eltern sind im Jahre 1898 nach Köslin gezogen und haben bis zu ihrem Tode während des zweiten Weltkrieges in Köslin gewohnt. Ich selbst bin von 1898 bis 1911 in Köslin zur Schule gegangen und bin auch später immer wieder für längere oder kürzere Zeit in Köslin gewesen. So sind mir die kirchlichen Verhältnisse in Köslin ans jener Zeit bekannt.

Kurz vor der Jahrhundertwende war Superintendent Heinrich Braun in die erste Pfarrstelle in Köslin berufen worden. Sein Vorgänger im Pfarramt war Oberpfarrer Wagner gewesen. Die Superintendentur des Kirchenkreises Köslin war lange Zeit auf dem Lande gewesen. Superintendent Causse hatte in Sorenbohm gewohnt. Nach seinem Tode wurde Pastor Braun in Streitz zum Superintendenten ernannt. Als dann die erste Pfarrstelle in Köslin vakant wurde, bat der Magistrat das Königliche Konsistorium in Stettin, Superintendent Braun in die Oberpfarrstelle zu berufen. Heinrich Braun stammte aus dem nahe bei Köslin gelegenen Dorf Jamund, wo sein Vater viele Jahre Kirchschullehrer gewesen war.

Es ist bemerkenswert, daß drei Söhne dieses Jamunder Kirchschullehrers pommersche Superintendenten geworden sind. Heinrich Braun war in seiner Theologie besonders durch den Tübinger Theologen Johann Tobias Beck (1804 - 1878) beeinflußt worden, dem er zeitlebens ein dankbares Andenken bewahrte. Er war zuerst Pastor in Schönwalde (Kirchenkreis Labes) gewesen und später Pastor in Streitz geworden. In seiner Predigt und in seinem Unterricht wirkte er etwas nüchtern und trocken, aber dabei immer lehrhaft und anschaulich. Zwanzig Jahre hat Braun in Köslin gewirkt; als er im Jahre 1919 in den Ruhestand trat, ließ er sieh noch in den Gemeindekirchenrat wählen und hat hier noch mehrere Jahre tatkräftig mitgearbeitet.

Pfarrstellen in Köslin

Sein Nachfolger wurde Lic. Maximilian Meyer, der vorher Pastor an der Schloßkirche in Stolp und dann Superintendent in Greifenberg (Rega) war. Er ist nicht sehr lange in Köslin gewesen, etwa bis 1925, dann wurde er Konsistorialrat in Stettin und Pfarrer an der Schloßkirche in Stettin. Sein Nachfolger in Köslin wurde Superintendent Onnasch.

Die zweite Pfarrstelle in Köslin hatte Pastor Rauschke (geb. etwa 1838), der um die Jahrhundertwende schon ein alter Mann war. Er war der letzte Pfarrer, der noch den altertümlichen Titel "Archidiakonus“ führte. Ursprünglich war es nämlich so gewesen, daß es in einer Gemeinde, auch in den Städten, nur einen Pastor gab, die andern trugen den Titel "Diakonus“, d.h. Diener, und wenn mehrere Diakone vorhanden waren, war einer von ihnen Archidiakonus, d.h. der Erste der Diakonen. Rauschke ging etwa 1908 in den Ruhestand.

Der dritte Pastor war Georg Vanselow, geboren 1870. Er wurde kurz vor 1900 in die Pfarrstelle berufen. Vanselow war von der liberalen Theologie geprägt, aber ein Mann von großem Ernst. Seine Predigten waren bis ins Einzelne ausgefeilt und wurden gern gehört. Nach dem Abgang von Rauschke rückte er in die zweite Pfarrstelle ein.

Die Mariengemeinde

Damals hatte die Mariengemeinde nur drei Pfarrstellen. Pastor Moritz Bärwaldt, der fast gleichzeitig mit Vanselow nach Köslin gekommen war, hatte eine Hilfspredigerstelle, die etwa im Jahre 1905 in eine vierte Pfarrstelle verwandelt wurde. Bärwaldt war im Jahr 1869 in Schilde bei Dramburg geboren worden, wo sein Vater Kirchschullehrer war. Er war ein Schüler des Greifswalder Theologen Hermann Cremer (1834-1903). Ich denke mit Dankbarkeit an meinen Konfirmandenunterricht bei Pastor Bärwaldt zurück, der ganz dahin ausgerichtet war, uns zum Glauben an Jesus Chri­stus zu führen. Auch seine Predigten waren ausgesprochen chri­stozentrisch. Er warnte uns junge Theologen vor allgemein reli­giösen Predigten, wie sie auch ein Rabbiner oder ein Mohammedaner halten könnte, als christliche Prediger hätten wir das Evangelium von Christus zu verkündigen.

Als Pastor Bärwaldt in die dritte Pfarrstelle aufrückte, wurde im Jahre 1908 Ernst Tettenborn zum vierten Pastor gewählt. Er war 1879 in Brietzig (Kr. Pyritz) geboren. Während Vanselow und Bärwaldt bis zum Ende ihrer Amtszeit und dann auch in ihrem Ruhestand in Köslin blieben, ist Tettenborn nach etwa zwanzigjähriger Amtszeit in Köslin nach Stettin-Züllchow gegangen, wo er bis 1945 geblieben ist. Später hat er noch mehrere Jahre die Pfarrstelle in Siedenbollentin (Kr. Demmin) verwaltet und ging dann als Ruhe­ständler nach Greifswald.

Die Superintendentur und Oberpfarre lag in der Elisenstraße, das zweite Pfarrhaus in der Papenstraße, das dritte in der Bött­cherstraße. Als Pastor Rauschke in den Ruhestand trat, blieb Vanselow in seinem Pfarrhaus in der Böttcherstraße, während Bärwaldt in das Pfarrhaus in der Papenstraße einzog. Pastor Tetten­born wohnte in einer Mietswohnung, später nach dem Ausbau des Pfarrhauses in der Elisenstraße wurde ihm dort das untere Stockwerk als Dienstwohnung zugewiesen.

Seelsorgbezirke

Die Stadt war in vier Seelsorgebezirke eingeteilt, und zwar so, daß sich die einzelnen Bezirke vom Markt aus in die vier Vorstädte erstreckten. Superintendent Braun hatte die Friedrich-Wilhelm-Vorstadt zu der als Hauptstraßen die Bergstraße, die Danziger Straße und die Rogzower Allee gehörten; Pastor Vanselow hatte die Hohetor-Vorstadt, Pastor Bärwaldt die Neuetor-Vorstadt und Pastor Tettenborn die Mühlentor-Vorstadt. Es gehörten auch einige Dörfer zur Mariengemeinde, Meiringen wurde von Pastor Vanselow, Schwerinstal von Pastor Bärwaldt, Gohrband von Pastor Tettenborn betreut. Außer der großen Marienkirche gab es noch eine zweite evangelische Kirche in Köslin, die Schloßkirche. Das Pfarrhaus der Schloßkirche war in der Seminarstraße, die zur Schloßkirche gehörende Gemeinde lag außerhalb der Stadt in den Dörfern Rogzow, Gollendorf und Dörsentin. Im Anfang des Jahrhunderts amtierte an der Schloßkirche der altehrwürdige Pastor Zahn, dem sein Schwiegersohn, Pastor Jobst folgte. Jobst ging von Köslin als Diakonissenpfarrer nach Grünberg in Schlesien. Sein Nachfolger war Pastor Borchardt. Als Borchardt später Köslin verließ, kehrte Jobst von Grünberg zurück und übernahm wieder seine frühere Pfarrstelle. Die Schloßkirche diente auch der Militärgemeinde als Gotteshaus. Die Militärseelsorge wurde von dem jeweiligen Kadettenhauspfarrer ausgeübt. Die Namen der damaligen Kadettenhauspfarrer waren - der zeitlichen Reihenfolge nach - Dusse, Moller und Heine.

Weitere Religionsgemeinschaften

Die katholische Kirche lag in der Schulstraße; der katholische Pfarrer hieß Majunke, ihm folgte Pfarrer Piontek, der später ein hoher Geistlicher im Erzbistum Breslau wurde und als Vertreter des Bischofs die Katholiken in dem deutsch gebliebenen Teil des Erzbistums Breslau zu betreuen hatte.[1]

Am Kleinen Wall stand die jüdische Synagoge mit einer runden Kuppel, man konnte an ihr in hebräischer und deutscher Sprache den schönen Spruch lesen "Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei gepriesen der Name des Herrn“.

Von Freikirchen waren in Köslin vertreten die Baptisten und die Methodisten, sowie die Altlutherische Gemeinde, welche die kleine Gertraudenkapelle auf dem Husarenplatz als Gotteshaus benutzte. Erst viel später entstand die Neuapostolische Gemeinde.

Bedeutungsvoll war die Landeskirchliche Gemeinschaft, die in der Rosenstraße einen Saal besaß und lange unter der Leitung des Lehrers Christian Schwertfeger stand. Mit ihr war auch ein Blaukreuz-Verein verbunden, der sich um die Rettung von Trinkern bemühte.

Gemeindehaus

In den ersten Jahren des Jahrhunderts wurde das Gemeindehaus an der Husarenstraße erbaut, das nun neben der Marienkirche ein Zentrum des kirchlichen Lebens wurde. Es war ein etwas nüchterner, aber außerordentlich praktischer Bau. Den Mittelpunkt des Gebäudes bildete ein großer Saal mit einer Orgelempore. Der Raum unter der Empore konnte durch Rollwände abgeteilt werden, dadurch entstand der sog. Kleine Saal der besonders für Bibelstunden und kleinere Versammlungen benutzt wurde. An der Vorderseite des Großen Saals war eine Bühne. Auch diese konnte durch einen Vorhang in einen kleinen Versammlungsraum abge­teilt werden. Ferner waren weitere Räume für Konfirmandenunterricht und Gemeindearbeit vorhanden.

Im Erdgeschoß war ein Kindergarten, der besonders von den Kindern aus dem südlichen Teil der Stadt besucht wurde, während der alte Kindergarten in der Ackerstraße besonders für die Kinder aus den nördlichen Stadtteilen bestimmt war. Endlich waren im Gemeindehaus Wohnungen für die Gemeindeschwestern und für den Dia­kon vorhanden. Im großen Saal war allsonntäglich Gottesdienst, und zwar waren die Gottesdienste hier eine halbe Stunde später als in der Marienkirche, so daß die Gemeindeglieder, die im Hauptgottesdienst kei­nen Platz finden konnten, die Möglichkeit hatten, noch in das Gemeinde­haus zu gehen.

Die Kösliner Gemeinde wies einen recht guten Kirchen­besuch auf‚ auch die Gottesdienste im Gemeindehaus erfreuten sich gro­ßer Beliebtheit. In jenen Jahren vor dem ersten Weltkrieg predigte hier noch oft der alte emeritierte Pastor Meinhof, der viele Jahre in Groß Tychow (Kr. Belgard) amtiert hatte und nun im Ruhestand in Köslin wohnte. Auch er wurde gern gehört. Dabei hatten die Kösliner Gemeindeglieder auch noch die Möglichkeit, die Gottesdienste in der Schloß­kirche zu besuchen, insbesondere auch die Militärgottesdienste, bei denen die Emporen den Zivilbesuchern zur Verfügung standen.

Etwa im Jahr 1906 wurde die Marienkirche renoviert, wobei besonders der Altarraum wesentlich verschönert wurde. Man holte die alten Apostelfiguren vom Kirchenboden herunter und stellte sie nach einer gut gelungenen Restaurierung an den beiden Seiten des Chorraums auf.

Mission

Im Vorhergehenden ist schon mancherlei über das kirchliche Leben in Köslin gesagt worden. Bibelstunden fanden außer im Gemeindehaus auch im Ulrikenstift und im St. Spiritus-Hospital statt. Während des Krieges fanden zunächst täglich, später wöchentlich Kriegsbetstunden im Gemeindehaus statt. Von den Evangelisations- und Volksmissionsveranstaltungen sind mir vor allem die beiden Wochen in der Erinnerung geblieben, die Pastor Samuel Keller und der Direktor des Zentralausschusses für die Innere Mission D. Gerhard Füllkrug gehalten haben. Die Berliner Missionsgesellschaft sandte alljährlich Missionare, die von den Missionsfeldern berichteten. Ich erinnere mich an mehrere Missionsfeste, die am Gollenkreuz gefeiert worden sind. Es gab auch einen Gustav- Adolf-Verein, der öfter Versammlungen hielt, bei denen Berichte aus der Diaspora gegeben wurden. Besonders die Los-von-Rom-Bewegung in Böhmen in der Zeit um die Jahrhundertwende und das Werk unseres pommerschen Landsmanns Theodor Zöckler in Stanislau in Galizien fanden bei den Gustav-Adolf-Freunden rege Anteilnahme.

Der "Evangelische Jünglingsverein“ stand zunächst unter der Leitung von Pastor Bärwaldt, dann von Pastor Tettenborn; er erlebte damals eine Blütezeit. Der Posaunenchor wirkte nicht nur bei Vereinsfesten, sondern auch bei Missionsfesten und anderen kirchlichen Veranstaltungen mit. Der "Evangelische Jungfrauenverein“ stand unter der Leitung der Gemeindeschwestern. Männerarbeit wurde damals im "Evangelischen Arbeiterverein“ getrieben, der von Pastor Tettenborn und Diakon Ristow geleitet wurde. Dieser hatte neben seinen sonstigen Obliegenheiten auch den Dienst als Hauswart des Gemeindehauses und als Küster bei den dortigen Gottesdiensten zu versehen.

Der Organist an der Marienkirche hieß Matschke. Er leitete auch den Kirchenchor, der allsonntäglich im Hauptgottesdienst sang. Auch Kirchenkonzerte fanden öfter statt; einmal wurde sogar die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt, wobei der Kösliner Fabrikbesitzer Carl Schäfer die schwierige Tenorpartie des Evangelisten sang. Von den übrigen Solisten ist mir noch Pastor Hoppe-Stettin in der Erinnerung. Der Nachfolger von Matschke war Kantor Voigt, der ebenfalls viel zur Förderung des Kösliner Musiklebens beigetragen hat. Im Gemeindehaus wurde die Orgel von Lehrer Zenke gespielt.

Zu nennen ist noch der Küster Kühl, der seine Dienstwohnung in der Papenstraße neben dem zweiten Pfarrhaus hatte, und sein Nachfolger Kasulke. Die Gemeindeschwestern und die Kindergartenschwestern kamen zu jener Zeit aus dem Diakonissen-Mutterhaus Bethanien in Stettin. Im Ulrikenstift, das ein Altersheim war, sind die beiden Schwestern Johanna Wietzke und Minna Collatz viele Jahre tätig gewesen.

Diakonissen Mutterhaus Salem

Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde das große Gelände zwischen dem Kadettenhaus und dem Gollen für das neue Kreiskrankenhaus und das Diakonissen-Mutterhaus Salem erworben und bebaut. Die Einweihung fiel bereits in den Anfang des Krieges und wurde von dem Generalsuperintendent D. Büchsel gehalten. Salem war vorher in Stettin. In Köslin begann eine neue Blütezeit dieses Diakonissenwerkes. Die Oberin Berta von Massow war eine sehr bedeutende Frau, die dem Mutterhaus den Stempel ihrer Persönlichkeit aufprägte. Das Pfarramt am Mutterhaus übernahm damals Pastor Ewers. Damit entstand zu allen anderen noch eine neue gottesdienstliche Stätte, die von den Kösliner Gemeindegliedern gern besucht wurde.

In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg fanden in Salem regelmäßig Pastorenkonferenzen statt, meistens unter der Leitung von Pastor Lohmann-Uchtenhagen, an denen viele pommersche Pastoren teilnahmen. Der Nachfolger von Pastor Ewers war Pastor Schiller. Die Schwesternstationen in Köslin und Umgegend wurden allmählich mit Salemschwestern besetzt, besonders natürlich im Kreiskrankenhaus, das ja von Anfang an mit Salem verbunden war. Im Jahr 1908 wurde in Köslin ein "Bibelkränzchen“ für Schüler des Gymnasiums begründet, das seine wöchentlichen Versammlungen im Gemeindehaus hielt. Es wurde geleitet von Alfred Schwintzer, dem Chefredakteur der "Fürstentumer Zeitung“ ‚der es verstand, die jungen Menschen anzuziehen und ihnen die Bibel lieb zu machen.

Kurz vor 1900 war der Neue Friedhof an der Bublitzer Straße, nahe bei Wilhelmshof, angelegt; es fanden aber auch noch viele Begräbnisse auf dem Alten Friedhof zwischen der Mühlentor- und der Schützenstraße statt. Die Seelsorge in dem Gefängnis wurde von Pastor Bärwaldt ausgeübt, der dort auch regelmäßig Gottesdienst hielt.

Da Köslin der Mittelpunkt des Kirchenkreises war, fanden hier alljährlich die Kreissynoden und die Pfarrkonvente statt. Es seien hier die Namen der Pastoren aus den Landgemeinden, die zu jener Zeit amtierten, soweit ich sie noch im Gedächtnis habe, mitgeteilt:

  • In Konikow Pastor Comnick,
  • in Schwessin Pastor Magdalinski,
  • in Altbelz bis 1914 Pastor Richert, dann Pastor Puschendorf,
  • in Tessin Pastor Meinhof,
  • in Kratzig Pastor Dittmar, der später Superintendent in Pritzig (Kr. Rummelsburg) wurde,
  • in Lassehne Pastor Bluth,
  • in Strienow Pastor Platzer,
  • in Schulzenhagen Pastor Klein,
  • in Sorenbohm Pastor Klasing,
  • in Groß Möllen Pastor Schulze,
  • in Streitz Pastor Buchholz,
  • in Jamund Pastor Kayser, dem Pastor Buchwald folgte, und nach dessen Berufung an die reformierte Christusgemeinde in Stargard Pastor Kypke,
  • in Wisbuhr Pastor Ramelow,
  • in Seeger Pastor Handtmann, der spätere Kolberger Superintendent,
  • und in Zanow, das zwar im Kreis Schlawe lag, aber zum Kirchenkreis Köslin gehörte, Pastor Elgeti, der später Superintendent in Garzigar (Kr. Lauenburg) wurde.

Synopse der Ortsnamen

Altbelz Stary Bielice 3 km w Köslin
Brietzig Przelewice ca. 10 km o Pyritz
Dörsentin Dzierzecino 5 km o Köslin
Eckernförde in Schleswig-Holstein
Garzigar Garzegorze 8 km n Lauenburg
Gohrband Kedzierzin 8 km no Köslin
Gollendorf 3 km o Köslin, heute wohl eingemeindet.
Gollenkreuz 1829 wurde auf dem Gollen (Berg im Osten Köslins) nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel ein Denkmal in Form eines Kreuzes für die in den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813–1815 gefallenen Pommern errichtet. In dessen Nähe wurde 1888 ein Aussichtsturm mit einer Höhe von 31,5 Metern gebaut. 1980 ließ die Volksrepublik Polen das Gollenkreuz entfernen.
Greifenberg/Rega Gryfice 20 km sw Kolberg
Greifswald Universitätsstadt in Vorpommern
Groß Möllen Ostseebad nw Köslins
Groß Tychow Tychowo 21 km so Belgard
Grünberg Zielona Góra In Niederschlesien, so Krossen/Oder.
Jamund Jamno 10 km n Köslin, am Jamunder See
Konikow Konikowo 10 km s Köslin Köslin
Köslin Koszalin
Kratzig Krasnik Koszalinski 15 km w Köslin
Lassehne Ustronie morskie zwischen Kolberg und Köslin an der Ostsee
Meiringen 3 km no Köslin, nah bei Gohrband
Pritzig Przytocko 20 km s Stolp a d Bahn
Pyritz Pyrzyce Erster größerer Ort auf der ersten Missionsreise des hl. Otto von Bamberg.
Rogzow 3 km o Köslin, heute wohl eingemeindet.
Schönwalde Zajezierze Zwischen Dramburg und Labes.
Schulzenhagen Smiechow 10 km w Köslin, kurz vor Lassehne
Schwerinstal Skwierzynka Unmittelbar bei Meiringen.
Schwessin Swieszyno 10 km s Köslin
Seeger Zegrze 15 km s Köslin, mit Flughafen
Siedenbollentin Kr. Demmin
Sorenbohm Sarbinowo nw Köslin an der Ostsee
Stanislau Iwano-Frankiwsk, Iwano-Frankowsk, Stanislawów In der Ukraine.
Stettin Residenzstadt Pommerns
Stettin-Züllchow Nordwestlicher Ortsteil Stettins.
Stolp Slupsk in Hinterpommern
Streitz Strezenice 2 km s Groß Möllen
Strienow Kreis Köslin
Tessin Kreis Köslin
Wisbuhr Wyszebórz 10 km südöstlich von Köslin
Zanow 10 km o Köslin

Verweise



Einzelnachweise

  1. D.h. in Görlitz und Weißwasser.