Dingelstädt (Kl.)

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  • „Kerbscher Berg“


Das Kloster Dingelstädt ist ein ehemaliges Franziskanerkloster in Thüringen.


Lage

Der Kerbsche Berg, früher auch Kirchbergscher Berg, ist eine Anhöhe im Unstruttal zwischen Dingelstädt und Kefferhausen.

Geschichte

Die Geschichte der Bebauung und Nutzung der strategischen Vorteile der Berglage geht zurück bis in die frühgeschichtliche Zeit, in der sich am Ort vermutlich eine Wallburg befand. Vor 800 n. Chr. wurde auf dem Berg eine kleine, dem Heiligen Martin geweihte Kirche errichtet. Zwischen 1134 und 1464 findet sich eine urkundliche Erwähnung der Herren von Kirchberg.

Im Jahre 1701 wurde eine neue Kapelle zum „Hl. Martin“ errichtet; 1752 bis 1764 erfolgte die Errichtung eines Kreuzweges aus Sandstein um den Kerbschen Berg herum. In den Jahren 1763 und 1764 wurden die ersten 80 Linden am Berg gepflanzt, 1813 eine Helena-Grotte als 15. Station des Kreuzweges errichtet und 1824 eine neue Kapelle mit dem Titel „Zum heiligen Kreuz“ eingeweiht. Zwischen 1887 und 1903 wurden Grotten am Osthang des Berges errichtet, 1911 am Fuße des Berges eine Franziskanerstatue von Josef Neyer.

Franziskanerkloster

Das Franziskanerkloster entstand 1864 mit der Errichtung des ersten Gebäudeflügels. Nach dessen Fertigstellung 1866 wurde das Kloster von Bischof Konrad Martin eingeweiht. Bereits 1875 erfolgte die Aufhebung des Klosters infolge des Kulturkampfes bis zu seiner Restitution 1887.

Verweise