Disibod

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  • irisch: Disens
  • * 619
  • † 700


Disibod war ein irischer Mönch, der im 7. Jh. lebte. Er gründete das Kloster Disibodenberg, in dem auch die hl. Hildegard von Bingen erzogen wurde.


Leben

Disibod wurde erstmals im 9. Jahrhundert im Martyrologium des Rabanus Maurus erwähnt. Disibod kam 640, begleitet von seinen Schülern Giswald, Clemens und Sallust, als Missionar in das Frankenreich. Die Gruppe wurde im Wasgau und in den Ardennen aktiv.

Klostergründung

Disibod errichtete durch einen Traum geleitet eine Klause am Zusammenfluss von Nahe und Glan. "Wo sein Wanderstab, in die Erde gesteckt, grünte, wo eine weiße Hirschkuh einen Quell frischen Wassers aus der Erde scharrte und wo sich zwei Flüsse vereinigen", dort wurde das Kloster Disibodenberg gegründet.

Als weiser, geachteter Gottesmann starb Disibod am 8. September um das Jahr 700 und wurde in seiner Zelle bestattet. Sein wundertätiges Grab wurde eine Pilgerstätte. Als der Heilige Bonifatius im Jahre 745 das Grab Disibods besuchte, wurden dessen Gebeine unter dem Altar der Klosterkirche beisetzte. Damit war der Glaubensbote offiziell als Heiliger anerkannt.

300 Jahre später verfaßte Hildegard von Bingen von eine vita des Heiligen Disibod. Im Jahre 1559 wurde das Kloster Disibodenberg durch gottlose "Reformatoren" aufgelöst. Die Reliquien St. Disibods sind seither verschollen.

Gedächtnis

Gedächtnis ist der 8. September

Verweise