Drittes Laterankonzil: Unterschied zwischen den Versionen

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* Teilnehmer: 302 Bischöfe
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Beim '''Zweiten Laterankonzil''' versammelten sich unter Vorsitz von Papst Innozenz II. etwa 1000 Teilnehmer.
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Das Konzil befasste sich mit der Beendigung des Schisma von 1130. Das Konzil bekräftigte die Zölibatsverpflichtung für Priester. Weitere Themen waren Simonie, die Zinsnahme und das Bußsakrament. Es verbot mit Blick auf die Doppelklöster das gemeinsame Chorgebet von Nonnen, Kanonikern und Mönchen. Das Schisma des Pierre Leone wurde beeseitigt, die Häresie des Arnold von Brescia verurteilt.
 
  
=== Armbrust ===
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== Beschlüsse ==
Das Konzil verbot die Verwendung von Armbrüsten in Kriegen, da sie wegen ihrer Reichweite und ihrer Durchschlagskraft gegen Rüstungen als unritterlich galten. Die häufig anzutreffende Behauptung, der Gebrauch der Armbrust sei für den Kampf von Christen gegen Christen untersagt worden, findet im Wortlaut des Beschlusses keine Stütze.<ref>Nr. 29: Artem ballistariorum et sagittariorum adversos Christianos et catholicos exerciti sub anathemate prohibent.</ref>
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Das Konzil stellte die Waldenser unter Beobachtung und die Katharer als Häretiker in den Bann. Die weltlichen Herren rief es unter Zusicherung von Ablaß zum Vorgehen gegen Häretiker auf. Drei Sitzungen wurden gehalten, am 5., 14. und 19. März; 27 Kanones wurden verabschiedet.
  
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=== Kanones des Konzils ===
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* Kanon 1, um Schismen in Zukunft zu verhindern, sollten nur Kardinäle das Recht der Papstwahl haben; eine Zweidrittelmehrheit sei dazu erforderlich. Wenn ein Kandidat mit geringerer Stimmenzahl sich zum Papst erklärt, würden er und seine Unterstützer exkommuniziert.
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* Kanon 2 annulliert die Ordinationen durch die Gegenpäpste Viktor IV. und Johannes von Struma.
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* Kanon 3 legt das Mindestalter für Bischöfe auf 30 Jahre fest.
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* Kanon 7 verbot Gebühren für Beerdigung, Segnung und die Verwaltung der Sakrament.
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* Kanon 9 erinnerte die Tempelritter und die Hospitalorden an die Beachtung der Kanonische Regel.
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* Kanon 11 verbot Klerikern den Empfang von Frauen in ihren Häusern bzw. den Besuch von Nonnenklöstern.
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* Kanon 19 stellte diejenigen unter die Strafe der Exkommunikation, die Gebühren für Kirchen und Priester ohne die Zustimmung des Klerus erhoben.
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* Kanon 24 verbot die Belieferung der Sarazenen mit Material für den Galeerenbau.
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* Kanon 27 schrieb die Unterdrückung der Häresie vor.
  
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== Verweise ==
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Aktuelle Version vom 18. Dezember 2018, 17:56 Uhr

  • 11. Ökumenisches Konzil
  • Papst: Papst Alexander III.
  • einberufen von: Papst Alexander III.
  • Dauer: 5. - 20. März 1179
  • Teilnehmer: 302 Bischöfe


Beschlüsse

Das Konzil stellte die Waldenser unter Beobachtung und die Katharer als Häretiker in den Bann. Die weltlichen Herren rief es unter Zusicherung von Ablaß zum Vorgehen gegen Häretiker auf. Drei Sitzungen wurden gehalten, am 5., 14. und 19. März; 27 Kanones wurden verabschiedet.

Kanones des Konzils

  • Kanon 1, um Schismen in Zukunft zu verhindern, sollten nur Kardinäle das Recht der Papstwahl haben; eine Zweidrittelmehrheit sei dazu erforderlich. Wenn ein Kandidat mit geringerer Stimmenzahl sich zum Papst erklärt, würden er und seine Unterstützer exkommuniziert.
  • Kanon 2 annulliert die Ordinationen durch die Gegenpäpste Viktor IV. und Johannes von Struma.
  • Kanon 3 legt das Mindestalter für Bischöfe auf 30 Jahre fest.
  • Kanon 7 verbot Gebühren für Beerdigung, Segnung und die Verwaltung der Sakrament.
  • Kanon 9 erinnerte die Tempelritter und die Hospitalorden an die Beachtung der Kanonische Regel.
  • Kanon 11 verbot Klerikern den Empfang von Frauen in ihren Häusern bzw. den Besuch von Nonnenklöstern.
  • Kanon 19 stellte diejenigen unter die Strafe der Exkommunikation, die Gebühren für Kirchen und Priester ohne die Zustimmung des Klerus erhoben.
  • Kanon 24 verbot die Belieferung der Sarazenen mit Material für den Galeerenbau.
  • Kanon 27 schrieb die Unterdrückung der Häresie vor.

Verweise




Einzelnachweise