Drittes Laterankonzil

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Das 3. Laterankonzil fand im Lenzing 1179 mit 302 Bischöfen statt.

Beschlüsse

Das Konzil entfernte die letzten Anhänger des Gegenpapstes, stellte die Waldenser unter Beobachtung und die Katharer als Häretiker in den Bann und drängte auf die Wiederherstellung der kirchlichen Disziplin. Die weltlichen Herren rief es unter Zusicherung von Ablass zum bewaffneten Vorgehen gegen Häretiker auf. Drei Sitzungen wurden gehalten, am 5., 14. und 19. März; 27 Kanones wurden verabschiedet.

Die wichtigsten waren:

  • Canon 1, um Schismen in Zukunft zu verhindern, sollten nur Kardinäle das Recht der Papstwahl haben; eine Zweidrittelmehrheit sei dazu erforderlich. Wenn ein Kandidat mit geringerer Stimmenzahl sich zum Papst erklärt, würden er und seine Unterstützer exkommuniziert.
  • Canon 2 annulliert die Ordinationen durch die Häresiarchen Octavian (Gegenpapst Victor IV.) und Johannes von Struma (Gegenpapst Calixt III.).
  • Canon 3 legt das Mindestalter für Bischöfe auf 30 Jahre fest.
  • Canon 7 verbot Gebühren für Beerdigung, Segnung und die Verwaltung der Sakramente (siehe Simonie).
  • Canon 9 erinnerte die Ritterorden (Tempelritter und Hospitalorden) an die Beachtung der kanonischen Regeln.
  • Canon 11 verbot Klerikern den Empfang von Frauen in ihren Häusern bzw. den Besuch von Nonnenklöstern.
  • Canon 19 stellte diejenigen unter die Strafe der Exkommunikation, die Gebühren für Kirchen und Priester ohne die Zustimmung des Klerus erhoben.
  • Canon 24 verbot die Belieferung der Sarazenen mit Material für den Galeerenbau.
  • Canon 27 schrieb die Unterdrückung der Häresie vor.


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