Eberhard von Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
 
Zeile 11: Zeile 11:
 
Eberhard stammte aus dem Geschlecht der bayrischen Freiherren von [[Biburg (Kl.)|Biburg]] und [[Hilpoltstein]]. Er ging in [[Bamberg]] zur Domschule, studierte in [[Paris]] und wurde anschließend Domkapitular in [[Bamberg]]. 1125 trat er ins [[Kloster Prüfening]] in [[Regensburg]] ein. Nachdem auf seine Anregung hin seine Brüder ihre Burg in Biburg in ein Benediktinerkloster umgewandelt hatten, wurde Eberhard 1131 dort Prior und 1138 Abt. Er führte das Kloster im Sinn der Reformen von [[Hirsau (Bkl.)|Hirsau]] und [[Kluny (Abt.)|Kluny]] und bemühte sich um die von [[Konrad III.|König Konrad III.]] gewünschte Heiligsprechung von [[Kaiser Heinrich II.]]
 
Eberhard stammte aus dem Geschlecht der bayrischen Freiherren von [[Biburg (Kl.)|Biburg]] und [[Hilpoltstein]]. Er ging in [[Bamberg]] zur Domschule, studierte in [[Paris]] und wurde anschließend Domkapitular in [[Bamberg]]. 1125 trat er ins [[Kloster Prüfening]] in [[Regensburg]] ein. Nachdem auf seine Anregung hin seine Brüder ihre Burg in Biburg in ein Benediktinerkloster umgewandelt hatten, wurde Eberhard 1131 dort Prior und 1138 Abt. Er führte das Kloster im Sinn der Reformen von [[Hirsau (Bkl.)|Hirsau]] und [[Kluny (Abt.)|Kluny]] und bemühte sich um die von [[Konrad III.|König Konrad III.]] gewünschte Heiligsprechung von [[Kaiser Heinrich II.]]
  
1147 wurde Eberhard einstimmig zum [[Salzburg (Ebt.)|Erzbischof von Salzburg]] gewählt. Er war wohltätig und bemühte sich um ein sittlicheres Leben des Klerus. In den Auseinandersetzungen zwischen [[Staufer]]n und [[Welfen]] blieb er neutral, im Investiturstreit zwischen [[Papst Alexander III.]] und [[Kaiser Friedrich I. Barbarssa]] stellte er sich eindeutig auf die Seite des Papstes, blieb aber dennoch ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. Im Greisenalter und schon schwer krank reiste er in die [[Steiermark]] und schlichtete einen Streit zwischen dem Markgrafen und einem Schloßherrn; auf dem Heimweg starb er in der [[Zisterze Rein]].
+
1147 wurde Eberhard einstimmig zum [[Salzburg (Ebt.)|Erzbischof von Salzburg]] gewählt. Er war wohltätig und bemühte sich um ein sittlicheres Leben des Klerus. In den Auseinandersetzungen zwischen [[Staufer]]n und [[Welfen]] blieb er neutral, im Investiturstreit zwischen [[Papst Alexander III.]] und [[Kaiser Friedrich I. Barbarossa]] stellte er sich eindeutig auf die Seite des Papstes, blieb aber dennoch ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. Im Greisenalter und schon schwer krank reiste er in die [[Steiermark]] und schlichtete einen Streit zwischen dem Markgrafen und einem Schloßherrn; auf dem Heimweg starb er in der [[Zisterze Rein]].
  
 
== Gedenktag ==
 
== Gedenktag ==

Aktuelle Version vom 21. Dezember 2018, 15:08 Uhr

  • * um 1089, wahrscheinlich in Niederbayern
  • † 22. Juni 1164 in Rein bei Graz


Der hl. Eberhard war ein Erzbischof von Salzburg.


Eberhard wurde im Salzburger Dom beigesetzt.

Leben

Eberhard stammte aus dem Geschlecht der bayrischen Freiherren von Biburg und Hilpoltstein. Er ging in Bamberg zur Domschule, studierte in Paris und wurde anschließend Domkapitular in Bamberg. 1125 trat er ins Kloster Prüfening in Regensburg ein. Nachdem auf seine Anregung hin seine Brüder ihre Burg in Biburg in ein Benediktinerkloster umgewandelt hatten, wurde Eberhard 1131 dort Prior und 1138 Abt. Er führte das Kloster im Sinn der Reformen von Hirsau und Kluny und bemühte sich um die von König Konrad III. gewünschte Heiligsprechung von Kaiser Heinrich II.

1147 wurde Eberhard einstimmig zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Er war wohltätig und bemühte sich um ein sittlicheres Leben des Klerus. In den Auseinandersetzungen zwischen Staufern und Welfen blieb er neutral, im Investiturstreit zwischen Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich I. Barbarossa stellte er sich eindeutig auf die Seite des Papstes, blieb aber dennoch ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. Im Greisenalter und schon schwer krank reiste er in die Steiermark und schlichtete einen Streit zwischen dem Markgrafen und einem Schloßherrn; auf dem Heimweg starb er in der Zisterze Rein.

Gedenktag

  • 22. Juni

Verweise