Schlacht in der Lüneburger Heide

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Die Schlacht in der Lüneburger Heide war am 2. Februar 880.


Geschichte

In der Schlacht in der Lüneburger Heide besiegten die Normannen die inzwischen christlichen Sachsenheere. Die sächsischen Gefallenen werden als „Ebstorfer Märtyrer“ verehrt.

In der Schlacht des sächsischen Heeres gegen die heidnischen Normannen bei Ebekestorpe, dem heutigen Ebstorf in der Lüneburger Heide, wurden mehrere Grafen, Bischöfe, Herzöge und Edle getötet. Die sogenannte Normannenschlacht endete mit einer erheblichen Niederlage für das Sachsenheer.

Die Märtyrer

In den Fuldaer Annalen werden die Namen von zwei Bischöfen, einem Herzog, zwölf Grafen und 18 königlichen Trabanten genannt. Folgende namentlich bekannte Personen gehören zu den Ebstorfer Märtyrern, darüber hinaus fielen hunderte von einfachen Soldaten und Kriegern:

  • Dietrich von Minden, Bischof von Minden, Gründer des Kanonissenklosters in Wunstorf
  • Markward von Hildesheim, Bischof von Hildesheim
  • Bruno von Sachsen, Herzog von Sachsen
  • Die Grafen Wigmann, Gerich, Liutolf, Folkward, Awan, Liuthar, drei Grafen jeweils namens Bardo und zwei Grafen namens Thiotrich
  • Die Begleiter und Soldaten Bodo (königlicher Leibwächter), Aderam, Alfuin, Addasta, Dudo, Wal, Halilf, Humildium, Adalwin, Werinhard, Hilward und drei namens Thiotrich.

Geschichte

Die für den Glauben gestorbenen Männer wurden nach der Überlieferung an drei Stellen des Kampfplatzes beigesetzt. Sie wurden vom Volk als Märtyrer und Heilige verehrt, gerieten jedoch später in Vergessenheit. Die Gräber wurden auf wundersame Weise wieder aufgefunden, die Gebeine wurden erhoben und 1150 in das vom ersten Grafen Volrad I. von Dannenberg errichtete Kloster Ebstorf zur letzten Ruhestätte verbracht.

Erst spätere Erzählungen hoben Ebstorf als den Ort der Gefallen hervor. Zwischen 1200 und 1243 hatte man erneut mehrere Gräber entdeckt, deren Fundort um 1300 auf der Ebstorfer Weltkarte eingetragen wurde. Um 1380 wurde die Legende über die Gräber der Märtyrer mit der Behauptung abgeschlossen, daß in Ebstorf die bekannten Opfer der Schlacht begraben worden seien. Daraus kann abgeleitet werden, daß das Massaker auch in Ebstorf stattgefunden hat.

Verehrung

Für die Ebstorfer Märtyrer wurde der gemeinsame kirchliche Gedenktag auf den 2. Februar festgelegt.

Verweise