Ederheim, Kartause Christgarten

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Die Kartause Christgarten ist ein Kloster in Nordschwaben.


Lage

Die Kartause war in Ederheim, wenige km südlich von Nördlingen.

Geschichte

Das dem heiligen Peter geweihte Kloster wurde 1383 durch die Grafen Ludwig und Friedrich von Oettingen gegründet. Nachdem die Oettinger Grafen ab 1525 die „Reformation“ unterstützten, wurde die Kartause bekämpft. Die Kartause wurde allerdings erst nach dem Dreißigjährigen Krieg 1649 aufgelöst. 1656 wurde der Glockenturm abgebrochen; weitere Gebäude folgten im 18. und 19. Jahrhundert. Von der Klosterkirche blieb nur der als evangelische Pfarrkirche dienende Chor erhalten. Der sogenannte Scheuffelinaltar kam in die Alte Pinakothek nach München.

Rekonstruktion der Kartause

Im Norden der Klosterkirche lag der dreiflügelige Konventbau mit seinem Kreuzgang. Im Süden war eine als Ruine erhaltene Kapelle an die Kirche angebaut. Im Obergeschoss dieses Anbaus lag möglicherweise das Refektorium oder der Kapitelsaal.

Die Zellen der Mönche gruppierten sich als kleine Häuschen im Osten um einen großen Wandelgang, der den direkten Zugang zum Mönchschor der Kirche ermöglichte. Der Chor war durch einen teilweise erhaltenen Lettner vom Langhaus abgetrennt.

Jeder Klosterzelle war ein kleiner Garten zugeordnet. Das Rechteck der Kartause wurde durch eine Umfassungsmauer begrenzt. Im Osten lag der Werkstattbereich des Klosters. Der geräumige Innenhof diente als Friedhof der Klosterinsassen.

Verweise