Eicha (Kl.)

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Das Kloster Eicha war ein Kloster des Antoniter-Ordens.


Lage

Das Kloster der Antoniter-Chorherren war im heutigen Naunhofer Ortsteil Eicha südöstlich von Leipzig.

Geschichte

Im Jahre 1454 begann die Errichtung einer Marienkapelle, die der Jungfrau Maria zur Eiche geweiht war. 1490 erfolgte die Gründung des Klosters durch Kurfürst Friedrich den Weisen und im selben Jahr die Übergabe der Kapelle an den Antoniterorden.

Nachdem sich ab 1523 reformatorische Auflösungserscheinungen in Eicha und Lichtenburg bemerkbar machten, bot der Eichaer Präzeptor im April 1525 das Gut dem sächsischen Kurfürsten zum Kauf an. Dieser übereignete es im Dezember 1525 nach einer finanziellen Entschädigung des Ordens seinem Obermarschall Hans von Minckwitz, der die Kirche im folgenden Jahr abbrechen ließ. Albert Schiffner bemerkt 1828 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen hierzu weitergehend:

„Orgel und Bibliothek des Closters kamen bei dessen Aufhebung an die leipziger Tomaskirche, und den letzten Procurator, Heinr. Ratz, setzte man 1529 als Pastor nach Naunhof.“

Verweise