Emmerich (Hl.)

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  • Ungarischer Heiliger, auch "Imre"
  • * 1010
  • † 2. September 1031


Der Heilige Emmerich war ein ungarischer Prinz, Sohn von König Stefan I. und Gisela von Bayern, einer bayrischen Prinzessin.

In den Chroniken wird er Heinrich bzw. Henricus und auch Emericus genannt. Wahrscheinlich war dies sein ursprünglicher Name, den er nach seinem Onkel, Heinrich II., erhalten hatte und der aus dem gleichbedeutenden Haimrich oder Haimerich zu Emericus latinisiert und im Deutschen zu Emmerich oder Emerich wurde.

Leben

Emmerich hat als einziger Sohn Stephans das Erwachsenenalter erreicht. Chroniken zufolge heiratete er zwar - gemäß dem Wunsch seines Vaters -, doch weitere Informationen über seine Ehe sind rar. Er soll um 1026 die Tochter von Kresimir, einem kroatischen Fürsten, geehelicht haben. Andere Quellen erwähnen dagegen die unbekannte Tochter von Miseko, einem polnischen Fürsten.

Sein Vater, Stefan, bemühte sich, Emmerichs Regierung gut vorzubereiten. Stephan stellte, wie Kaiser Konstantin auch, eine Paränese mit dem Titel "de institutione morum“ für seinen Sohn zusammen. Diese beinhaltete u.a. Ratschläge, Weisheiten und Gebote. Dieses Dokument wurde später in das allgemeine "Corpus Juris“ aufgenommen.

Nachdem Stephan mit den Deutschen Frieden geschlossen hatte, wünschte er schon zu Lebzeiten die Mitregentschaft seines Sohnes und rief die Adligen zusammen, um ihn krönen zu lassen. Doch starb Emmerich am 2. September 1031 unerwartet, vermutlich wegen einer Wunde, die er auf der Jagd bei einem Wildschweinangriff erlitten hatte.

Sein Leben wurde Quelle unterschiedlicher Heldensagen. Zu seinem Grab in Stuhlweißenburg pilgerten Menschen schon kurz nach seinem Tode.

König Ladislaus betrieb die Kanonisierung Emmerichs. Diese erfolgte am 5. November 1083 durch die Erhebung der Gebeine, zusammen mit der seines Vaters durch Papst Gregor VII..

Emmerich war der Namensgeber für zwölf ungarische Ortschaften und indirekt für Amerika, weil Amerigo die italienische Version von Emerich ist.

Verweise