Engern

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  • lateinisch: Angaria


Engern ist ein Volk und ein Land in Niedersachsen.


Lage

Das Stammesterritorium erstreckte sich zu beiden Seiten der Weser etwa von Hannover bis nach Göttingen.

Landschaft

Aus dem Siedlungsgebiet der Angrivarier formte sich im Mittelalter die Provinz Angaria, eine der drei großen Provinzen im Stammesherzogtum Sachsen, neben Westfalen und Ostfalen.

Die Provinz Engern war der zentrale, beiderseits der Weser gelegene Teil des Herzogtums. Die Provinz lag zwischen Westfalen im Westen und grenzte im Osten an Ostfalen. Es umfaßte in etwa das gesamte Einzugsgebiet der Weser ab der Einmündung der Fulda, abzüglich Aller und Leine im Osten. Im nördlichen Westen war die Hunte Grenzfluss.

Herzogtum

Im Jahr 1180 wurden während des Reichstages von Gelnhausen, nach der Achtserklärung gegen Heinrich den Löwen durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa wegen Verweigerung der Heeresfolge nach Italien, die Herzogtümer Westfalen und Engern geteilt. Das Bistum Paderborn und jene Teile, die im Bereich des Erzbistums Köln lagen, wurden dabei zu einem neuen Herzogtum zusammengefasst und unterstanden zunächst dem Erzbistum Köln. Der andere Teil kam als Herzogtum Westfalen und Engern an den Askanier Bernhard III.

Die Bezeichnung „Engern“ wurde bis 1806 im Titel des Herrschers des jüngeren Herzogtums Sachsen (Herzog von Sachsen, Engern und Westfalen) geführt. Mit der Übernahme Westfalens 1815 kam die Titulatur „Westfalen und Engern“ an den preußischen König Friedrich Wilhelm III.

Der Gau Engern, der in der sächsischen Provinz Westfalen lag, ist mit der Provinz historisch verbunden, jedoch nicht mit ihr identisch.

Der Name Engern hat sich als Name des Mittelteils des Herzogtums Sachsen nur bis in das ausgehende Mittelalter erhalten. Auch könnte der Name der Stadt Enger damit in Verbindung stehen, wenn auch einiges gegen diese Vermutung spricht.


Verweise